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Wien: Konferenz gegen Kinderpornos im Internet

30.09.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gestern begann eine dreitägige Konferenz gegen Kinderpornographie in Internet, die von der US-Außenministerin Madeleine Albright und dem österreichischen Außenminister Wolfgang Schüssel initiiert wurde. Rund 250 Vertreter aus der EU, Nordamerika, Asien sowie Zentral- und Osteuropa diskutieren länderübergreifende Maßnahmen gegen Kinderporno-Ringe im Web. Die Organisatoren wollen erreichen, daß nicht nur die Produktion und Verbreitung von Kinderpornos strafbar ist, sondern auch der Besitz derartiger Bilder. Schließlich würden diejenigen, die solches Material von Internet herunterladen oder ihre Bilder gegen andere tauschen wollen, die Nachfrage nach weiteren Pornos stimulieren, erklärt Thomas Burrows vom US-Justizministerium. Das aber führe zu weiterer Kindsmißhandlung, so Burrows weiter. Ferner soll die Zusammenarbeit mit Zentral- und Osteuropa verstärkt werden, wohin sich viele Produzenten von Kinderpornographie zurückgezogen haben. "Es darf keine sicheren Häfen geben, wo man solche dreckigen Sachen produzieren und vertreiben kann," so Schüssel.