Great place to work

Wieder gutes Abschneiden der IT-Unternehmen

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Beim diesjährigen Wettbewerb "Deutschlands beste Arbeitgeber" kommen rund ein Fünftel der Top-100-Unternehmen aus der IT-Branche.

In Berlin zeichneten Ralf Brauksiepe, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, sowie Frank Hauser, Leiter des Institutes Great Place to Work die attraktivsten Arbeitgeber aus. Dabei konnten einige IT-Firmen ganz vorne mitmischen. In der Kategorie der kleinen Firmen mit 50 bis 500 Mitarbeiter siegte sogar die in Münster ansässige IT-Unternehmensberatung Noventum, vor dem Personaldienstleister Atrias und dem Softwarehaus SAS Institute aus Heidelberg. Unter den ersten zehn ist auch der Münchner IT-Dienstleister Consol, der die letzten Jahre immer auf dem Treppchen landete.

Spitzenplätze für Microsoft und Cisco

In der Kategorie 501 bis 2000 Mitarbeiter liegt ebenfalls ein namhaftes Unternehmen der Branche vorne. Die deutsche Cisco-Niederlassung belegt Platz drei. Als Sieger wurde der Personaldienstleister DIS ausgezeichnet vor dem Altenpflegeunternehmen Domino world.

Microsoft-Personalchefin Brigitte Hirl-Höfer nimmt den Sonderpreis für Frauenförderung entgegen.
Microsoft-Personalchefin Brigitte Hirl-Höfer nimmt den Sonderpreis für Frauenförderung entgegen.

In der nächstgrößeren Kategorie 2001 bis 5000 Mitarbeiter belegt die deutsche Microsoft-Niederlassung den zweiten Platz. Die weltgrößten Softwareentwickler belegen nicht das erste Mal einen Rang ganz vorne. Diesmal erhielten sie zusätzlich einen Sonderpreis in der Kategorie Chancengleichheit für die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Sieger in dieser Gruppe wurde der Technologiekonzern 3M, dritter der Finanzdienstleister ING-Diba. Lediglich in der Gruppe der Unternehmen ab 5000 Mitarbeiter ist kein IT-Unternehmen auf dem Podest. Deutschlands Aushängeschild SAP, das früher einige Male vorne landete, hat diesmal auf eine Teilnahme verzichtet. Hier konnten sich der Solartechnikhersteller SMA Solar Technology aus Niestetal (Hessen), die Techniker Krankenkasse aus Hamburg und das Chemieunternehmen Dow Deutschland aus Schwalbach (Hessen) ganz vorne platzieren. Insgesamt wurden 100 Unternehmen aller Branchen, Größen und Regionen Deutschlands für besondere Arbeitsplatzqualität ausgezeichnet.

Bayern hat die attraktivsten Arbeitgeber

Auf einzelne Bundesländer verteilen sich "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2011" (100-Beste-Liste) wie folgt: Bayern (36), Nordrhein-Westfalen (19), Hessen (15), Baden-Württemberg (12), Hamburg (5), Brandenburg: (3), Rheinland-Pfalz (3), Berlin (2), Bremen (1), Niedersachsen (1), Saarland (1), Sachsen (1) und Schleswig-Holstein (1).

Vorausgegangen war den Auszeichnungen eine anonyme Befragung der Beschäftigten der am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen. Dabei wurden zentrale Arbeitsplatzthemen wie Führung, Zusammenarbeit, berufliche Entwicklung, Vergütung, Work-Life-Balance, Vertrauenskultur und Gesamtzufriedenheit mit dem Arbeitsplatz untersucht. Außerdem wurde die Qualität der Maßnahmen und Programme der Unternehmen im Bereich der Personalarbeit und der Gestaltung der Arbeitsplatzkultur bewertet.

"Deutschlands Beste Arbeitgeber 2011" sind nachfolgend für den länderübergreifenden Wettbewerb "Europas Beste Arbeitgeber 2011" qualifiziert, an dem Unternehmen aus 19 europäischen Ländern teilnehmen. Die Gewinner werden am 26. Mai 2011 in Paris ausgezeichnet. Weltweit veröffentlicht das international tätige Institut Great Place to Work derzeit in mehr als 40 Ländern Beste-Arbeitgeber-Listen.