Wie viel der IT-Kundendienst verdient

03.02.2005
Der Gehaltsunterschied zwischen Servicebeschäftigten in Ost und West ist nach wie vor groß. Osteuropa holt aber kräftig auf.

Die Unternehmensberatung Towers Perrin hat in einem Vergleich die Gehälter der Supportprofis in Deutschland, Österreich und der Schweiz und in drei osteuropäsichen Ländern, die seit Mai 2004 zur EU gehören, Polen, Tschechien und Ungarn, unter die Lupe genommen.

Die Unternehmensberatung weist darauf hin, dass es sich um Gehälter von hoch qualifizierten Kundendienstexperten handelt, also nicht von "Schraubern", sondern von Fachleuten mit einem technischen Studienabschluss. So ist es verständlich, dass das durchschnittliche Grundgehalt der deutschen Supporteinsteiger 42 000 Euro beträgt, eine Summe, die viele Firmen an alle Einsteiger mit einem technischen Hochschulabschluss zahlen, unabhängig davon, wo sie eingesetzt werden.

Die Österreicher verdienen durchschnittlich mehr als 10 000 Euro weniger im Jahr als die Deutschen. Das hängt nach Meinung des Towers-Perrin-Vergütungsexperten Dirk Ewert damit zusammen, dass die Österreicher stärker an Tarifverträge gebunden sind. In diesen Abkommen sind etwas niedrigere Einkommen vereinbart, als sie am Markt gezahlt werden. Zudem arbeiten die Supporter in Deutschland öfter in großen Unternehmen als die Kollegen aus dem Nachbarland. Und Konzerne zahlen besser als Mittelständler. Viel niedriger sind die Gehälter in Osteuropa, aber mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten, wie Ewert betont.

So verdient ein in seinem Bereich erfahrener Mitarbeiter mit fünf Jahren Berufserfahrung in einem osteuropäischen Land durchschnittlich weniger als die Hälfte eines Mitarbeiters mit vergleichbarer Qualifikation und Berufserfahrung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

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