Wie sich Speicher effizient nutzen lassen

Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Coach (SE) in München.
Seit dem Aufkommen von Speichernetzen wollte man das Prinzip der Trennung von physikalischer und logischer Sicht auf die Geräte auf - möglichst alle - vernetzte Datensilos erweitern: Den an ein SAN angeschlossenen Servern soll nicht mehr ein Speicher dediziert zugeordnet werden. Vielmehr soll er den Speicherplatz zugewiesen bekommen, den er momentan für seine Anwendung benötigt, egal wo die Daten tatsächlich abgelegt werden.
Bild: Dynamic Graphics
Bild: Dynamic Graphics

Gelingt die Virtualisierung, ergeben sich einige Vorteile: Die Kapazitätsauslastung der Speicher, die oft nur bei 30 Prozent liegt, lässt sich mindestens verdoppeln. Zudem erfolgt die Datenmigration von einem Speicher zu einem anderen unterbrechungsfrei. In einem mehrstufigen Speicherkonzept lassen sich so Kosten sparen, wenn Daten mit steigendem Alter auf immer billigere Medien transferiert werden. Außerdem sind Backup und Restore dann ohne Belastung des LAN zu erledigen. Ein anderer Vorteil der Speichervirtualisierung kam erst in jüngster Vergangenheit zum Tragen: die Möglichkeit zur Provisionierung. Darunter versteht man die zeit- und mengenmäßige Zuweisung von Speicherplatz an einen Server oder eine Applikation.

Bald entbrannte ein Streit darüber, wo die Virtualisierungseinheit am effizientesten zu platzieren sei: eingebunden in das SAN (In-Band-Lösung) oder abgekoppelt vom eigentlichen Datenstrom (Out-of-Band). In-Band-Lösungen wie etwa die Software "SAN-Symphony" von Datacore sind einfacher zu implementieren als Out-of-Band-Konzepte, können aber im SAN zum Nadelöhr werden, da alle Speicherdaten die Virtualisierungslogik passieren müssen.