Analyst: Probleme für HP, Sun und Digital

Wie sich IBMs neue Unix-Pläne auswirken

10.11.1998
MÜNCHEN (CW) - In einer ersten Stellungnahme haben Analysten der Illuminata Inc. eine Einschätzung der Auswirkungen von IBMs Plänen abgegeben, das hauseigene "AIX"-Unix mit SCOs "Unixware" zu verschmelzen. Entwickelt wird es unter der Codebezeichnung "Monterey-64".

Laut Illuminata wird das für Ende 2000 geplante Unix von SCO und IBM den Erfolg von Windows NT nicht verringern, weil auf Microsoft-Seite das Wachstum weniger am Server als am Client stattfinden werde. Die direkten Mitbewerber dagegen müssen mit einer ernsthaften Konkurrenz rechnen.

-Wenn Hewlett-Packard Einbußen erleide, sei das Unternehmen daran selbst schuld, weil es sich von SCO abgewendet hat. Der Erfolg: HP werde nur von zweitrangigen Anbietern unterstützt und könne zudem kein System für 32-Bit-Plattformen aufweisen.

-Sun Microsystems verfüge zwar bald über ein einheitliches Unix für Intel-Prozessoren mit 32 und 64 Bit, bediene aber hauptsächlich die eigene Clientel. Dank der SCO-Aktivitäten sei Unixware dagegen weit aktiver im Markt und mit der Middleware-Stärke von IBM dem Sun-Angebot eindeutig überlegen.

-Compaq/Digital habe sich die Butter vom Brot nehmen lassen, so Illuminata, weil es nicht verhindert habe, daß Sequent für IBM und SCO arbeitet. Der mit dem Sequent-Know-how verbundene Vorsprung ist nun vertan.