12 Tage für Daten-Integration

Wie man mehr aus BI herausholt

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Eine gut aufgestellte IT integriert eine neue Datenquelle in ein BI-System. Dafür setzen sie Data Cleansing-Tools und Modelling-Software ein, wie US-Marktforscher Aberdeen herausfand.
Der Einsatz von Daten-Management-Tools nach Firmenkategorie laut Aberdeen.
Der Einsatz von Daten-Management-Tools nach Firmenkategorie laut Aberdeen.
Foto: Aberdeen

Salz wird gern als "weißes Gold" bezeichnet, Erdöl als schwarzes. Für den US-Marktforscher Aberdeen sind Daten das neue Gold. Der Erfolg eines Unternehmens hängt nicht zuletzt davon ab, wie gut es seine Daten nutzen kann, so die Analysten. In der Studie "Data Management for BI - fueling the analytical engine with high-octane information" untersucht Aberdeen weltweit den Umgang von rund 370 Unternehmen mit Daten und Business Intelligence-Systemen (BI).

Aberdeen ordnet die Studienteilnehmer stets in drei verschiedene Kategorien ein: Besonders erfolgreiche Unternehmen dürfen sich "Best in class" (Bic) nennen. Dazu zählen 20 Prozent der Unternehmen. Die, die am schlechtesten abschneiden, tituliert Aberdeen als "Laggards" (Trödler). Das sind 30 Prozent des Feldes. Die Mitte gilt als Durchschnitt.

Bei dieser Analyse heißt das in Zahlen: Die Bics brauchen zwölf Tage, um eine neue Datenquelle in ihr BI-System zu integrieren - bei den Laggards sind es 143 (Mittelfeld: 60 Tage). Außerdem geben die Bics an, 93 Prozent der Informationen innerhalb des gewünschten Zeitfensters zu erhalten. Die Trödler können nur 34 Prozent on-time abrufen (Mitte: 80 Prozent).

Wenig überraschend sind bei den Musterschülern denn auch 82 Prozent der Nutzer "zufrieden bis sehr zufrieden" mit dem BI-Umfeld. In den Laggard-Firmen sind es nur acht Prozent (Mitte: 37 Prozent).