Umfrage von Coqon und Yougov

Wie Männer und Frauen zu Smart Home stehen

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, Security und E-Commerce. Außerdem ist er im Event-Geschäft tätig.
Der Bremer Smart-Home-Anbieter Coqon hat zusammen mit Yougov eine Umfrage zum Thema Smart Home durchgeführt.
Nur jeder vierte Deutsche möchte bewusst auf "Smart Home"-Technologien verzichten.
Nur jeder vierte Deutsche möchte bewusst auf "Smart Home"-Technologien verzichten.
Foto: Coqon

Nur jeder vierte Deutsche möchte bewusst auf "Smart Home"-Technologien verzichten - das ist das wichtigste Ergebnis einer Yougov-Umfrage, die der Smart-Home-Anbieter Coqonin Auftrag gab. An dieser Online-Umfrage in der letzten Februar-Woche 2017 nahmen insgesamt 2.060 Personen teil.

Bei den 18- bis 35jährigen, also bei der Generation Y, können es sich nur 15 Prozent der Befragten vorstellen, nicht in Smart Home-Technologie zu investieren. Das ist nicht wirklich überraschend, denn die jüngere Generation war neueren Technologien gegenüber schon immer freundlicher gestimmt als die Älteren.

Ein Viertel der (künftigen) Smart Home-User zählt auf Ambient Assisted Living (AAL), also auf Systeme, die sie im Alter auf vielfältige Weise unterstützen.
Ein Viertel der (künftigen) Smart Home-User zählt auf Ambient Assisted Living (AAL), also auf Systeme, die sie im Alter auf vielfältige Weise unterstützen.
Foto: Coqon

Doch gibt es beim Thema "Smart Home" Unterschiede zwischen den Geschlechtern? Einige wenige schon: 47 Prozent der befragten Männer wollen in "intelligente" Heizungen investieren, aber nur 39 Prozent der Frauen interessieren sich dafür überhaupt. Während 27 Prozent der Männer ihre Unterhaltungselektronikgeräte miteinander verbinden würden, konnten sich nur wenige (15 Prozent) Frauen dafür begeistern.

Lesetipp: Was man beim Smart Home beachten sollte

Weitgehend Einigkeit herrscht dagegen bei der Bewertung des Nutzwertes der Smart Home-Technologie im Bereich "physische Sicherheit". Wenn es um Bewegungsmelder, Fensterkontakte und Lichtsteuerung geht - dieser Bereich genießt für 45 Prozent der befragten Männer und Frauen höchste Priorität und Investitionsbereitschaft.

Die meisten Smart Home-Interessenten informieren sich via Internet über die neuen Technologien, bevor sie den qualifizierten Fachhandel konsultieren.
Die meisten Smart Home-Interessenten informieren sich via Internet über die neuen Technologien, bevor sie den qualifizierten Fachhandel konsultieren.
Foto: Coqon

Gleicher Maßen überzeugt es Frauen und Männer, wenn man auch aus dem Urlaub in fernen Ländern das Licht in der eigenen Wohnung ein- und ausschalten sowie überprüfen kann, ob alle Fenster geschlossen sind. Überwachung der Wohnung per Kamera und eine intelligente Alarmanlage - das überzeugt 34 beziehungsweise 36 Prozent der von Yougov befragten Personen.

Der lange Weg zum Smart Home

Doch wie und wo informieren sich die Interessenten über die Vorzüge der Smart Home-Technologien? Natürlich an erster Stelle über das Internet: Für 53 Prozent der Männer und 46 Prozent der Frauen ist das World Wide Web die Informationsquelle Nummer eins.

Viele Smart Home-Enthusiasten schrecken nach wir vor die hohen Anschaffungskosten ab.
Viele Smart Home-Enthusiasten schrecken nach wir vor die hohen Anschaffungskosten ab.
Foto: Coqon

Zweitwichtigste Anlaufstelle in Sachen Smart Home ist für Frauen und Männer gleicher Maßen (39 Prozent) der qualifizierte Fachhandel. In das Elektro-Handwerk setzt nur gut jeder Vierte (28 Prozent) sein Vertrauen. Ähnlich hoch (23 Prozent) ist der Anteil derjenigen, dies sich zuerst im Freundes- und Bekanntenkreis umhören.

Ein großes Hindernis beim Siegeszug des Smart Home bilden nach wie vor die hohen Anschaffungskosten. Für fast jeden Zweiten der Generation Y (49 Prozent) sind die Smart-Home-Lösungen einfach zu teuer.

Je älter die Interessenten, umso eher sind sie bereit für Smart Home viel Geld auf den Tisch zu legen. Und nur 40 Prozent der Frauen hegen Vorbehalte wegen zu hoher Kosten. Fast die Hälfte der von Yougov Befragten (46 Prozent) möchte auf "smarte Helfer" im Autos, wie Türschloss-Fernbedienung, Licht -und Scheibenwischer-Sensorik oder Klimaautomatik nicht mehr verzichten.

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