Best in Cloud 2013 - Swyx Solutions AG

Wie LEG Immobilien Telefonie und UC in die Cloud verlagerte

20.10.2013
Uwe Küll ist freier Journalist in München.
Wie und warum die LEG Immobilen AG aus Düsseldorf ihre interne und externe Kommunikationsinfrastruktur in die Cloud verlagerte.

Wer die Wohnräume von rund 260.000 Menschen verwaltet, muss viel kommunizieren. Für die Telefonanlage der LEG Immobilien AG bedeutet das: Sie muss jederzeit verfügbar sein und einwandfrei funktionieren. Wenn dann auch noch unterschiedliche Anforderungen mehrerer Organisationseinheiten vorliegen, können Cloud-basierte Lösungen die typischen Vorteile Flexibilität und Skalierbarkeit ausspielen. Die Swyx Solutions AG bewirbt sich deshalb mit diesem Private-Cloud-Projekt in der Kategorie Software as a Service um den Best in Cloud Award der COMPUTERWOCHE.

Telefonanlagen in der Cloud sind Thema beim Best in Cloud Award am 23. und 24. Oktober in Frankfurt a.M.

Das Einsatzszenario

Bereits Ende 2010 suchte die LCS als interner IT-Dienstleister der LEG-Gruppe nach einer einheitlichen Lösung für die unterschiedlichen TK-Anforderungen der verschiedenen Standorte und Organisationen der LEG-Gruppe. Dabei war es ein Hauptziel, die Kommunikationsstrukturen mit der neuen Telefonie-Plattform zu vereinfachen und die gesamte Unternehmenskommunikation durch eine verschlankte Struktur und neue Funktionalitäten für die rund 900 Mitarbeiter in 25 Niederlassungen und Kundencentern sowie rund 100 Mieterbüros effizienter zu gestalten.

Die Cloud-Lösung

Foto: Iakov Kalinin, Fotolia.com

Die LCS ging schrittweise vor: Zunächst wurde die SwyxWare Data Center Edition einen Monat durch die LCS eingesetzt. Danach gab es im August 2011 eine weitere einmonatige Pilotphase in einem der Kundencenter.

Der Start des eigentlichen Roll-outs erfolgte dann im Oktober 2011. Bis Ende 2011 wurden 300 Arbeitsplätze auf die gehostete UC-Lösung umgestellt. Während der Einführung der "Unified Communications"-Lösung wurden die zwei Düsseldorfer Standorte Anfang 2012 zu einem LEG-Hauptsitz zusammengelegt. Bedingt durch die neue Situation in den Düsseldorfer Niederlassungen und aufgrund der Tatsache, dass alle 900 Mitarbeiter, die über ganz NRW verteilt sind, mit der entsprechenden Hardware und Einführungsschulungen versorgt werden mussten, dauerte es bis Mai 2012, alle Arbeitsplätze in das neue System einzubinden.

Die Technik

Die LCS setzte bereits vor der Implementierung der neuen Infrastruktur an allen Organisationsstandorten eine VPN-Lösung der QSC ein, die als Managed-Services-WAN-Infrastruktur die Basis der Unternehmenskommunikation darstellte. Dieses WAN ist je nach Erfordernis unterschiedlich ausgestaltet - von hochleistungsfähigen und redundanten Anschlüssen, die bei Bedarf auf unterschiedlichen physischen Medien und Zuführungspunkten implementiert werden, bis hin zu symmetrischen oder asymmetrischen DSL-Anschlüssen mit unterschiedlichen Bandbreiten.

Im Rahmen der Implementierung der Hosted-IP-PBX-Lösung wurde das VPN mit der Funktion Class-of-Service (CoS) ausgestattet, die eine dynamische Bandbreitenallokation für Dienste mit unterschiedlicher Güte und Qualitätsanforderung umsetzt. Ebenso wurden, wo erforderlich, die Bandbreiten der lokalen Anschlüsse angepasst.

Auf dieser Basis wurde mit der SwyxWare Data Center Edition eine zentrale "Unified Communications"-Plattform in den Rechenzentren der QSC AG für den Kunden bereitgestellt. Diese wird über SIP-Sprachanschlüsse an das Weitverkehrssprachnetz von QSC angeschaltet, welche die externen Rufnummern des Kunden auf die Plattform führen - unabhängig von der jeweiligen geografischen Rufnummer und der Anzahl der Sprachkanäle.

Der Business-Nutzen

Auf der Hosted IP-PBX Plattform werden neben den klassischen Telefonie-Funktionen umfangreiche UC-Leistungsmerkmale für die User bereitgestellt. Darüber hinaus bietet die Lösung auf Grund der zentralen Plattform Mehrwerte durch die Zusammenführung der Telekommunikation. So ermöglicht die Lösung beispielsweise über Standortgrenzen hinweg die Bereitstellung von Gruppenstrukturen für Call-Routing oder Contact-Center.

Neben modernen TK- und UC-Funktionen beinhaltet die Lösung eine deutliche Vereinfachung der Dienste-Bereitstellung durch die zentrale Plattform. Die Supportaufwände sinken im Vergleich zur früheren dezentralen heterogenen Infrastruktur, was sich in einem sehr guten Kosten-Nutzen-Verhältnis widerspiegelt.

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