Fünf Tipps für Social Software

Wie führt man Social Software ein?

07.11.2011 | von Stefan  Pfeiffer
Die Technik ist nicht die Herausforderung. Bei der Einführung von Social Software geht es vor allem um Fragen der Motivation, um Hierarchien und um das Einbinden diverser Gruppen im Unternehmen.

Social Software hilft den Unternehmen, Informationen zu teilen, Experten zu finden, Projektteams zu vernetzen und Innovation zu generieren. Wer diese Vorteile nutzen will, fragt sich jedoch: Wie und wo fange ich idealerweise an? Wie bringe ich die Kollegen dazu mitzumachen? Wie überzeuge ich die Geschäftsführung davon, mehr Offenheit zuzulassen und sich selbst einzubringen? Wie sorge ich dafür, dass auch die mittleren Führungsebenen dabei bleiben und ein Stück Kontrolle abgeben? Hier sind fünf Antworten auf die dringendsten Fragen.

1. Bottom-up und top-down kombinieren

Ohne das berühmte Buy-in des Managements geht bei der Einführung von Social Software gar nichts. Idealerweise ist die Geschäftsführung involviert, aber es kann durchaus auch ein Bereichsleiter sein, der das nötige Durchsetzungsvermögen hat und den Mehrwert für seine Abteilung sieht. Er sollte möglichst aktiv mitmachen.

Ebenso wichtig sind diejenigen, die als Leuchttürme vorangehen, bloggen, ein Wiki bearbeiten und sich vernetzen. Ein erfolgreiches Social-Software-Projekt braucht Enthusiasten, die für ihr Engagement auch honoriert werden - nicht zwingend in Cent und Euro; auch Anerkennung und Profilierung als Experte kann motivieren. So wird die Einführung von Social Software eine Zangenbewegung, die das ganze Unternehmen langsam und stetig durchdringt, später vielleicht sogar in der Kommunikation mit Kunden und Partnern.

2. Einstiegspunkte identifizieren

Wer Social Software einführen will, sollte zunächst Startprojekte identifizieren und schnell sowie mit nachweisbarem Erfolg umsetzen. Dabei reicht es, zuallererst die Bereiche zu identifizieren, wo sich der Einsatz besonders schnell lohnt. Folgende Fragen sind zu stellen:

  • Wo gibt es viele länder- oder abteilungsübergreifende Projektteams, die eng zusammenarbeiten müssen und von Social Software profitieren könnten?

  • In welchen Bereichen ist der Austausch von Wissen und Informationen besonders wichtig?

  • Welche Mitarbeiter sind für Social Software besonders offen, nutzen sie vielleicht schon intensiv im Privatbereich?

  • Wer arbeitet bereits mit Insellösungen, zum Beispiel einem Wiki oder einem internen Blog?

Typische Einstiegspunkte für Social Software im Unternehmen sind Communities of Interest, interne Kommunikation, Marketing oder Innovations-Management (betriebliches Vorschlagswesen). Wo E-Mail suboptimal ist, Postfächer überfüllt sind und Wissen intransparent wird, bewirkt Social Software am meisten. Hier ist deshalb anzusetzen. Und dabei nicht beim File Sharing stehenbleiben! Social Software ist weder ein neuer File Share, noch eine Dokumentenverwaltung.

Teaserbild: Dirceu Veiga, Fasticon & Sgursozlu, Fotolia.de

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