Backup-Studie von NetApp

Wie Firmen ihre Daten sichern

Peter Gruber ist Mitglied des Teams Management der Digitalredaktion. Er arbeitet hauptsächlich für die Portale Computerwoche und CIO.
Die Datensicherung wird in mittelständischen Unternehmen ernst genommen. Allerdings reichen die Verfahren von NAS und SAN über Festplatten, Bandspeicher bis hin zu DVD und USB-Stick. Das ergab eine Studie, die vom Storage-Spezialisten NetApp in Auftrag gegeben wurde.

Der Anbieter von Daten-Management- und Storage-Lösungen, NetApp, hat in einer Studie die Strategien im Mittelstand in Sachen Datensicherung untersuchen lassen. Die gute Nachricht lautet: Der Erhebung zufolge sichern 95 Prozent der Unternehmen ihre Daten regelmäßig.

Backup zwischen Speichernetz und USB-Stick

Die Studie, in deren Verlauf 700 Betriebe befragt wurden, brachte aber auch ans Licht, dass Backup zwar eine wichtige Rolle in den Firmen spielt, die Gepflogenheiten bei der Umsetzung jedoch weit auseinanderklaffen. Sie reichen von der vernetzten Speicherlösung bei jedem vierten Unternehmen bis hin zum USB-Stick vorwiegend in kleinen Unternehmen. Eine tägliche Sicherung der Daten ist nur bei knapp der Hälfte der an der Umfrage teilnehmenden Firmen Standard.

SAN und NAS liegen vor Festplatten und Bandspeicher

Manfred Reitner: Backup wird nicht immer konsequent zu Ende gedacht.
Manfred Reitner: Backup wird nicht immer konsequent zu Ende gedacht.
Foto: Manfred Reitner

Grundsätzlich wird die aktive Datensicherung im Segment kleiner und mittelständischer Unternehmen als wichtig und notwendig angesehen. 95 Prozent der Befragten sichern ihre Daten regelmäßig, in Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern sind es 99 Prozent. Knapp 40 Prozent der Befragten dieser Gruppe nutzen als Sicherungsmedium vernetzte Datenspeicher wie NAS, FC SAN oder IP SAN am häufigsten. Auf Platz zwei und drei folgen externe Festplatten und Bandmedien. Mit der Firmengröße sinkt die Bedeutung der Medien und wird auf DVD/CD sowie USB-Sticks zurückgegriffen. Mehr als ein Viertel der Befragten sichert regelmäßig ein Datenvolumen von einem TB und mehr. "Backup gilt zwar als wichtig, wird aber nicht immer konsequent zu Ende gedacht, wie die Angaben zur Häufigkeit der Datensicherungen zeigen", kommentiert Manfred Reitner, Vice President Enterprise Area bei NetApp.

Snapshot-Technik gegen Datenverlust

Die in der Studie ermittelten Sicherungsintervalle reichen vom Backup in Echtzeit mit knapp acht Prozent über tägliches Backup bei 45,3 Prozent der Befragten bis hin zu rund zwölf Prozent, die Daten nach Bedarf sichern. Hier wird laut Reitner vergessen, dass letztlich die Häufigkeit der Sicherung mit darüber entscheidet, wie groß der Datenverlust im Ernstfall ist. Das Maß sei die Zeitspanne zwischen der letzten erfolgreichen Sicherung und dem Zeitpunkt des Datenverlusts. Besonders schwerwiegend sei der Verlust bei Dateien, die noch jung sind und seit dem letzten Backup häufig überarbeitet und verändert wurden. IT-Verantwortliche sollten, so Reitner, daher möglichst häufig sichern, beispielsweise mit Snapshot-Techniken, um Datenverluste so gering wie möglich zu halten.

Inhalt der NetApp-Studie

Vertreter von 700 mittelständischen Unternehmen und Behörden vergleichbarer Größe hatten zu Methoden der Datensicherung und Datenspeicherung Auskunft gegeben. Neben Art, Frequenz und Umfang der Datensicherung wurden die Teilnehmer der Studie auch zu Investitionskriterien bei der Neuanschaffung von Storage-Hardware befragt. Betrieben wurde die Studie von der Krefelder MB Medien GmbH im Auftrag von NetApp.

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