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Herzenssache Mitarbeiter

Wie die IT den Fachkräftemangel behebt

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust: das des Programmierers und Technikers und das des Vollblut-Journalists und Content-Junky. Seit 30 Jahren schreibe ich Programme, Artikel, Kompendien, Web-Seiten-Inhalte und Social-Media-Schnipsel und habe immer noch Spaß dran. Derzeit befasse ich mich - nicht nur für Dell - intensiv mit den Themen Cloud und Security.
Die Arbeitswelt ändert sich gerade schnell. Konnten sich bis vor kurzem noch Unternehmen Ihre Arbeitnehmer aussuchen, dreht sich dieses Prinzip gerade um. Fachkräfte suchen sich Ihr Wunschunternehmen aus. Die Generation Y hat dabei klare Ansprüche und schaut keineswegs nur aufs Geld. Unternehmen müssen daher das Thema "Mitarbeiter" zur Herzenssache und zur Mission machen. Das gilt insbesondere auch für die IT.

Die deutsche Wirtschaft boomt, aber die Baby-Boomer-Generation ist alt geworden. Die Bevölkerung wächst nicht mehr in dem Maße, wie die Wirtschaft, die Fachkräfte benötigt. Die "Ressource" Mitarbeiter ist knapp, entsprechend können Mitarbeiter stärker bestimmen, was Sie von einem Unternehmen, Ihrem Arbeitsplatz, dem Vorgesetzten und Kollegen erwarten.

Wer als Unternehmen also zum einen "gute Leute" einstellen will, muss attraktiv sein, interessante Aufgaben anbieten, auch technisch auf der Höhe sein und Perspektiven für die Karriere anbieten können. Außerdem gilt es, die einmal eingestellten Mitarbeiter auch "bei Laune zu halten".

Mitarbeiter sind dabei die kritische Masse eines Unternehmens: Sind sie motiviert, engagieren sie sich, bringen sich ein und haben Spaß an der Arbeit - dann geht es dem Unternehmen gut.

Was erwartet eine Fachkraft vom Unternehmen?

Unterscheiden sich die Ansprüche heutiger 30-jähriger Mitarbeiter wirklich von denen von vor 20 Jahren? Oh ja, und zwar fundamental. Der deutsche Wirtschaftsbestseller-Autor Edgar K. Geffroy beschreibt in seinem neuem Buch "Herzenssache Mitarbeiter", worauf moderne Arbeitnehmer Wert legen:

Der Arbeitnehmer hat sich radikal gewandelt. Das Buch "Herzenssache Mitarbeiter" zeigt, wie Unternehmen reagieren können
Der Arbeitnehmer hat sich radikal gewandelt. Das Buch "Herzenssache Mitarbeiter" zeigt, wie Unternehmen reagieren können
Foto: Dell

>>Hier gibt es eine Leseprobe

"9-to-5" war einmal: Der moderne Mitarbeiter arbeitet nicht nur im Büro, sondern auch zu Hause, nicht nur zwischen 9:00 und 17:00 Uhr, sondern auch zwischen Aufstehen und Frühstück, abends und zwischendurch am Wochenende. Er ist immer online und reagiert auch zu "unmöglichen" Zeiten. Im Gegenzug erwartet er aber auch Flexibilität, wenn es um seine Arbeit- und Freizeit geht: Home-Office-Tage, keine starren Anwesenheitszeiten und Zugang zu allen Firmen-Ressourcen auch über private Geräte sind dabei einige wichtige Punkte für die Work-Life-Balance.

Die Generation Y akzeptiert streng hierarchische Strukturen nicht mehr. Für sie gilt nicht mehr: Arbeit ist Anstrengung und Spaß gibt es nur in der Freizeit. Arbeit soll interessant, vielfältig, abwechslungsreich sein. Freizeit und Familie sollen dabei nicht kurz kommen. Diese Mitarbeiter sehen sich als Partner auf Augenhöhe und erwarten von Führungskräften Unterstützung und Führung, nicht Befehle. Sie erwarten Wertschätzung und haben auch kein Problem damit, den Arbeitsplatz zu wechseln, wenn die Bedingungen nicht mehr stimmen.

Diese Generation ist außerdem hochgradig technik-affin, sie gehört zu den Digital Natives - Tablets, Smartphones und Notebooks sind permanent im Einsatz und selbstverständliches Arbeitsmittel. Der Einsatz von Social-Media-Apps auch im beruflichen Kontext wird erwartet. Gleiches gilt für den Zugang zum Firmennetzwerk und Cloud-Diensten zum Austausch von Daten und in der kollaborativen Zusammenarbeit.

Die IT-Technik entscheidet

Für Unternehmen ist daher die IT-Technik eine Schlüsseltechnologie, um ihre Attraktivität für Fachkräfte zu steigern. Wenn Mitarbeiter ungebunden dort arbeiten können wollen und sollen, wo sie gerade sind (im Büro, zu Hause, im Meeting, auf Geschäftsreise oder auch im Urlaub), brauchen sie dafür die passende technische Unterstützung und IT-Geräte. BYOD ist daher keine Option, sondern Pflicht. Ein fester Arbeitsplatz-PC, der nur im Büro funktioniert, ist schon ein Ausschlusskriterium.

Das stellt natürlich besondere Anforderungen an die IT-Abteilung. Lag das Hauptaugenmerk früher eher darauf, den Mitarbeitern das Nötige und Wichtige zur Verfügung zu stellen und dafür zu sorgen, dass alles sauber funktioniert, liegt die Latte jetzt deutlich höher: Modernste Technik und Software sollen dafür sorgen, dass die Firma für neue Mitarbeiter attraktiv ist und bleibt, sobald sie für das Unternehmen arbeiten.

Techniken für Remote-Arbeitsplätze, BYOD bei Smartphone und Notebooks, Daten- und Applikationszugriff über die Cloud sind keine "Nice-to-Have-Features" mehr, sondern essenziell für die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Für IT-Leiter ist es daher höchste Eisenbahn, die Initiative zu ergreifen und die Voraussetzungen für den Wettbewerb um die besten Fachkräfte zu schaffen.

Die Chancen jetzt ergreifen

Viele IT-Leiter sehen die Situation als noch nicht so brisant an, wie sie tatsächlich ist. In der Veranstaltungsreihe des Bundesverbands Mittelständige Wirtschaft (BVMW) und Dell zur Herzenssache Mitarbeiter trafen sich zahlreiche Personalverantwortliche und Geschäftsführer, weil sie das Thema "Fachkräfte" und "Mitarbeitergewinnung" brennend interessiert. Der Business-Neudenker Edgar Geffroy erläutert in dieser Vortragsreihe dabei, was sich verändert hat und wie Unternehmen, gerade auch in der IT, darauf reagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch er sieht die IT dabei in einer Schlüsselrolle. Unternehmensleiter werden daher relativ bald auch die eigene IT den neuen Gegebenheiten anpassen wollen.

Dell hat dazu zusammen mit dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft und Edgar K. Geffroy die Mission Mitarbeiter ins Leben gerufen, die Fakten, Daten und weiterführende Informationen bereithält. Ein Besuch lohnt sich.

Ergänzende Artikel und Informationen:

 

David Göhler

Danke fürs Lob ;-)

Sie haben schon recht: Ganz umsonst gibt es die Flexibilität natürlich nicht, allerdings bekommt man auch mehr zurück, weil viel mehr Mitarbeiter gut motiviert bei der Sache sind. Verglichen mit einem Jahresgehalt sind die reinen IT-Kosten meist nur ein kleiner Posten.

Oft lohnt es sich sogar zu schauen, ob man auf die eigene IT weitgehend verzichten kann und Daten und Anwendungen in die Cloud zu verlagern. Eigene Server, Kühlung, Wartung, IT-Support und Co. gibt es ja auch nicht umsonst.

Da uns die Welt allerdings nicht fragt, ob wir mithalten können oder nicht, macht es Sinn, sich den Veränderungen gegenüber offen zu zeigen. Neue motivierte Mitarbeiter sind dann gerne auch bereit, die eigenen Firma weiter zu transformieren und attraktiv zu halten.

Sascha Thattil

Sehr guter Artikel.

Was mit dem Beitrag auch klar wird ist, dass nur die attraktiven Arbeitgeber auch IT Fachkräfte finden und vor allem halten können.

Was ist jedoch mit den Arbeitgebern, welche eventuell nicht die besten Arbeitskonditionen bereitstellen können. Die sich nicht die neuesten Gadgets und Online Zusammenarbeitstools leisten können. Bei diesen wird es dann wiederum schwieriger.

Top Arbeitgeber wie Dell werden wiederum mehr Möglichkeiten haben. Flexible Arbeitszeiten und flache Hierarchien sind definitiv gute Ansätze (auch von kleineren Unternehmen umsetzbar).

Aber auch alteingesessene Unternehmen wie Dell und co. haben zum Teil Schwierigkeiten von der früheren Präsenzkultur wegzukommen.

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