Recruiting 2.0

Wie das Social Web im Recruiting weiterhilft

Hans Königes
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
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Soziale Netze im Internet bieten Unternehmen viele Möglichkeiten, passende Bewerber auf sich aufmerksam zu machen.
Mario Grobholz, myOn-ID Media: "Mitarbeiter sind eine glaubwürdige Referenz im Netz."
Mario Grobholz, myOn-ID Media: "Mitarbeiter sind eine glaubwürdige Referenz im Netz."
Foto: myOn-ID Media

Eine Basis für die Social-Media-Kommunikation zwischen Unternehmen und Bewerber haben viele Arbeitgeber bereits geschaffen, beobachtet Mario Grobholz, Gründer und Geschäftsführer von myOn-ID Media, einem Anbieter von Social-Media-Content-Management-Systemen. Mittlerweile gebe es "sogar exzellente Facebook-Unternehmensprofile, die dem Employer Branding dienen, und erstklassige Twitter-Accounts, die Human-Resources-Abteilungen für die Personalbeschaffung einsetzen". Allerdings besäßen Unternehmen oft mehrere Profile auf Facebook oder Twitter, so dass der Bewerber nicht eindeutig erkennen könne, welches nun der offizielle Auftritt sei. Grobholz empfiehlt, einen Kreislauf zwischen Facebook, Twitter, LinkedIn, Xing und Co. und der eigenen Firmen-Website herzustellen.

So empfiehlt der Münchner Manager, die eigenen Beschäftigten in die Social-Media-Kommunikation einzubeziehen: "Mitarbeiter sind eine glaubwürdige Referenz und können als authentische Botschafter der Marke ihres Arbeitgebers auftreten." Auch Aktivitäten, mit denen das Unternehmen seine Corporate Social Responsibility (CSR) betone, könnten, authentisch nach außen kommuniziert, helfen, die Sympathie neuer Talente zu gewinnen.

Mitarbeiter- und Bewerber-Newsrooms einrichten

Um die Inhalte von Mitarbeiter-Twitter-Accounts, -Blogs sowie bestehende Unternehmenspräsenzen auf Facebook, Twitter, Youtube, Xing, Linkedin und anderen Social-Media-Plattformen auf der Website unter dem eigenen Markendach zu vereinen, eignet sich laut Grobholz die Einrichtung eines Social-Media-Mitarbeiter-Newsrooms: eine zentrale Seite auf der Website, auf der die jüngsten Blog-Beiträge von Mitarbeitern, Tweets einzelnen Abteilungen oder Kollegen mit Youtube-Videos, die zum Employer Branding gedreht wurden, zusammenfließen. Dieser Newsroom sollte nahtlos in den Karriereteil der Unternehmens-Website integriert werden. Dann erhalten Bewerber einen Überblick über Abteilungen und Mitarbeiter und können durch Kommentar- oder Benachrichtigungsfunktionen den direkten Kontakt zu den potenziellen Kollegen suchen.

Kombinieren lässt sich der Mitarbeiter-Newsroom mit einem Newsroom für Bewerber, meint Grobholz: Stellenausschreibungen auf Xing, Linkedin, Facebook oder Twitter sollten den Bewerber auf die eigene Website zurückführen. Als zentrale Stelle eigne sich der Bewerber-Newsroom, in den alle Informationen aus dem Social Web übersichtlich zusammenfließen. Ebenso sei es sinnvoll, von der Website aus auf jene Orte zu verweisen, in denen sich Bewerber häufig aufhalten: die einschlägigen sozialen Netzwerke.

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