IP-Storage, Tiering, Virtualisierung

Wie Anwender Storage-Probleme lösen

22.09.2011
Von 
Ariane Rüdiger ist freie Autorin und lebt in München.

Beispiel 3: Storage-Virtualisierung bei LV 1871

Bei der Münchner Lebensversicherung von 1871 auf Gegenseitigkeit mussten die Speichersysteme flexibler werden.
Bei der Münchner Lebensversicherung von 1871 auf Gegenseitigkeit mussten die Speichersysteme flexibler werden.
Foto: LV1871

Bei der Münchner Lebensversicherung von 1871 auf Gegenseitigkeit (kurz: LV 1871) waren die explodierenden Speichermengen der Grund, eine andere Lösung zu suchen. „Wir brauchten immer schneller größere Kapazitäten, doch in unserem damaligen Fibre-Channel-SAN war der Speicher sozusagen grundsätzlich der falschen Maschine zugeordnet, was großen Aufwand verursachte“, beklagt Alexander Triebs im Rückblick die Situation. „Und ein Load Balancing gab es auch nicht.“ Triebs ist derzeit für ein Speichervolumen von etwa 70 TB zuständig, das Jahr für Jahr um zehn TB wächst. Dazu gehören auch umfangreiche E-Mail-Archive mit strengen gesetzlichen Vorgaben. Zwei TB müssen täglich gesichert werden.

Mittlerweile hat der Storage-Verantwortliche die Infrastruktur auf IBM-Systeme migriert und setzt neben Maschinen aus der DS-Serie auf die Virtualisierungslösung San Volume Controller (SVC). Die Speichersysteme sind in drei Schichten unterteilt. „Der Speicher lässt sich jetzt völlig flexibel verteilen“, so Triebs. Die Auslastung sei von knapp der Hälfte der Ressourcen auf rund 90 Prozent gestiegen. Es dauere nur noch Minuten, um für die 500 internen Mitarbeiter und 8000 externen Makler, die auf die Infrastruktur zugreifen, Speicher bereitzustellen. Triebs: „Früher waren es sechs bis acht Wochen“. Die Administrationsaufgaben schafft jetzt eine Teilzeitkraft in wenigen Stunden – bisher war dafür eine halbe Stelle nötig. Außerdem freut sich der IT-Manager über die „geschenkte“ Spiegelungslösung, die im SVC steckt. Sie erlaube es, Datenbestände auch auf Systeme von anderen Herstellern als IBM zu spiegeln. Positiv fällt auch Triebs Kostenbilanz: „Unsere Infrastrukturkosten sind trotz ständigen Datenwachstums nicht mitgewachsen.“