Zitterpartie

Widerstand gegen Verkauf von T-Mobile USA wächst

21.07.2011
Der milliardenschwere Verkauf von T-Mobile USA an den großen Rivalen AT&T wird zur Zitterpartie.
Ladengeschäft von T-Mobile USA im New Yorker Vorort Hoboken
Ladengeschäft von T-Mobile USA im New Yorker Vorort Hoboken
Foto: Thomas Cloer

Am Mittwoch hat ein einflussreicher Senator die Kartellbehörden aufgerufen, das Geschäft zu untersagen. Der Mobilfunkmarkt habe bereits heute nur wenige Spieler, schrieb Herb Kohl an den zuständigen Netzregulierer FCC und das ebenfalls zuständige Justizministerium. Mit dem Zusammenschluss würde der Wettbewerb weiter leiden und am Ende würden die Konsumenten geschädigt.

Kohl sitzt einem Wettbewerbsausschuss des Senats vor, der im Mai eine Anhörung zu dem Thema abgehalten hatte. Damals hatten AT&T-Chef Randall Stephenson und der Chef von T-Mobile USA, Philipp Humm, die Sorgen zu zerstreuen versucht. AT&T verspricht einen zügigen Ausbau des in vielen Teilen des Landes lückenhaften Mobilfunknetzes.

Die Deutsche Telekom hatte im März verkündet, ihre wenig erfolgreiche US-Mobilfunktochter für 39 Milliarden Dollar an AT&T zu verkaufen und sich im Gegenzug an dem US-Konzern zu beteiligen. Vor allem der kleinere Mobilfunk-Rivale Sprint Nextel läuft gegen das Geschäft Sturm, weil er fürchtet, zwischen AT&T und dem zweiten großen Telekomkonzern Verizon zerrieben zu werden.

Sowohl die Telekom als auch AT&T haben sich auf einen langen Gang durch die Instanzen der US-Wettbewerbsbehörden eingestellt. Ihrer Schätzung nach wird es bis zum März kommenden Jahres dauern, bis die Genehmigung vorliegt. Beide Seiten rechnen aber unbeirrt mit einem Ja der zuständigen Stellen. (dpa/tc)