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Widersprüchliche Kryptografie-Politik der US-Regierung

15.12.1998
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Es ist schon eigenartig, was die US-Regierung in bezug auf Kryptografie verlauten läßt: Auf der einen Seite werden 32 Staaten genötigt, das Wassenaar-Abkommen zu unterschreiben, das internationale Beschränkungen von Kryptografie fordert. Diese Bestrebungen treiben vor allem das Innenministerium (State Department) und die um die nationale Sicherheit besorgte National Security Agency (NSA) voran. Auf der anderen Seite planen die Vereinigten Staaten für Ende dieses Monats eine deutliche Lockerung ihrer eigenen Exportbedingungen. Dem Vernehmen nach soll in Kürze die Verschlüsselung mit 128 Bit langen Schlüsseln international freigegeben werden. Dahinter steckt vor allem das Handelsministerium (Department of Commerce), das US-Unternehmen Hindernisse beim weltweiten E-Commerce aus dem Weg räumen möchte.