Heimnetz & LAN

Wichtige Fragen und Antworten zur Fritzbox

Die verschiedenen Fritzbox-Modelle bieten unzählige Konfigurationsoptionen. Im Alltag stellen sich mitunter Fragen, einige möchten wir Ihnen nachfolgend beantworten.

Lässt sich die Fritzbox per WLAN mit einem anderen Router verbinden?

Wir beantworten typische Fragen zur Fritzbox.
Wir beantworten typische Fragen zur Fritzbox.
Foto: AVM

Ja, das ist möglich. Die Fritzbox kann über eine WLAN-Funkverbindung mit dem anderen WLAN-Router verbunden werden, damit alle Netzwerkgeräte im Fritzbox-Heimnetz die Internetverbindung dieses Routers verwenden. Die entsprechenden Einstellungen finden Sie unter "Internet -> Zugangsdaten". Wählen Sie in der Ausklappliste "Internetanbieter" den Eintrag "Vorhandener Zugang über WLAN" aus. Fritzbox arbeitet dann selbst als Router und stellt ein eigenes Netzwerk mit einem eigenen Netzwerkadressbereich zur Verfügung. Das WLAN-Funknetz der Fritzbox bleibt zusätzlich zu dem WLAN-Funknetz des WLAN-Routers mit separaten Sicherheitseinstellungen nutzbar. Damit das funktioniert, muss der WLAN-Router das 2,4-GHz-Frequenzband und die WPA-Verschlüsselung nutzen. Auch muss die Fritzbox ein anderes IP-Netzwerk als der WLAN-Router verwenden. Die IP-Einstellungen der Fritzbox werden dann automatisch auf die IP-Adresse 192.168.188.0 angepasst.

Warum sind die LAN-Verbindungen nur mit 100 Mbit/s möglich, obwohl die Fritzbox mehr kann?

Warum sind die LAN-Verbindungen nur mit 100 Mbit/s möglich, obwohl die Fritzbox mehr kann?
Warum sind die LAN-Verbindungen nur mit 100 Mbit/s möglich, obwohl die Fritzbox mehr kann?

Besitzt die Fritzbox Gigabit-Ethernet, dann sollten Netzwerkverbindungen zwischen der Fritzbox und einem PC, einem NAS-System oder einem anderen Netzwerkgerät mit Übertragungsrate von 1 GBit pro Sekunde möglich sein. Ist das nicht so und liegen die Geschwindigkeiten bei unter 100 MBit/s, dann sollten Sie die Energieeinstellungen der Fritzbox unter "Heimnetz -> Heimnetzübersicht" anpassen. Klicken Sie auf die Registerkarte "Netzwerkeinstellungen". Aktivieren Sie für alle LAN-Anschlüsse, an denen Übertragungsraten von bis zu 1 GBit/s erzielt werden sollen, die Option "Power Mode". Klicken Sie zum Speichern der Einstellungen auf "Übernehmen".

Wie sicher ist die integrierte Firewall der Fritzbox?

Die Fritzbox besitzt eine komplett geschlossene Firewall. Bereits in den Werkseinstellungen sind alle mit der Fritzbox verbundenen PCs, Tablets, Smartphones und anderen Geräte vor Angriffen aus dem Internet geschützt. So ist kein Gerät im Heimnetz im Internet sichtbar, sodass auch kein direkter Zugriff über das Internet auf die Geräte möglich ist. Dies wird auf TCP/IP-Ebene durch IP-Masquerading beziehungsweise Network Address Translation (NAT) gewährleistet.

Die Fritzbox kontrolliert sämtliche ein-und ausgehenden Datenpakete und weist nicht angeforderte Daten aus dem Internet automatisch ab (Stateful Packet Inspection). Somit gelangen nur Datenpakete ins Heimnetz, die direkte Antworten auf zuvor gestellte Anfragen darstellen. Alle TCP-und UDP-Ports sind standardmäßig für eingehende Verbindungen aus dem Internet geschlossen und sind vollständig verborgen. Daher finden sogenannte Portscans keine offenen Ports, die potenzielle Angriffspunkte für Hacker darstellen könnten. Mit Paketfiltern verhindert die Fritzbox, dass Datenpakete ins Internet gelangen, die Informationen über Geräte im LAN enthalten.

Wie schütze ich mich vor anonymen Telefonanrufen?

Schutz vor anonymen Telefonanrufen
Schutz vor anonymen Telefonanrufen

Immer noch rufen Callcenter mit unterdrückter Rufnummer an, um Sie mit Werbeanrufen zu belästigen. Solche Anrufe können Sie automatisch an einen internen Anrufbeantworter der Fritzbox weiterleiten. Den ersten Anrufbeantworter können Sie nicht exklusiv als Rufumleitungsziel für anonyme Anrufer verwenden. Er muss trotzdem einrichtet und danach deaktiviert werden. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche auf "Telefonie -> Telefoniegeräte -> Neues Gerät einrichten". Wählen Sie unter "In die FRITZ!Box integriert" die Option "Anrufbeantworter" aus und klicken Sie auf "Weiter". Legen Sie eine Bezeichnung fest und klicken Sie auf "Weiter". Im weiteren Verlauf deaktivieren Sie den Anrufbeantworter über den An/Aus-Schalter. Danach richten Sie einen neuen Anrufbeantworter ein. Legen Sie die Betriebsart, die Ansageverzögerung, die Aufnahmelänge und die Bezeichnung fest. Wählen Sie keine Rufnummer aus und klicken Sie auf "Weiter -> Übernehmen". Dieser Anrufbeantworter nimmt jetzt ausschließlich Anrufe entgegen, die ihm über eine interne Rufumleitung zugestellt wurden. Zur Einrichtung der Rufumleitung klicken Sie auf "Telefonie -> Telefonie -> Rufbehandlung" und danach auf der Registerkarte "Rufumleitung" auf "Neue Rufumleitung". Aktivieren Sie Option "Alle Anrufe ohne Rufnummer an" und als Ziel "Anrufe umleiten auf internen Anrufbeantworter". Wählen Sie einen Anrufbeantworter aus und speichern Sie die Einstellungen.