Vorerst Android only

WhatsApp bekommt End-to-end-Verschlüsselung

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Überraschung: Der von Facebook übernommene, populäre OTT-Messenger WhatsApp verschickt Nachrichten unter Android jetzt automatisch verschlüsselt.

Die sogenannte End-to-end-Verschlüsselung - das heißt WhatsApp als Vermittler (oder irgendein Schlapphut, der bei WhatsApp auf der Matte steht) kann nicht mitlesen - ist im neusten Update der Android-App von WhatsApp enthalten und standardmäßig aktiv, berichtet der US-Branchendienst "The Verge". Ob und gegebenenfalls wann die Verschlüsselung auch in der iOS-App Einzug hält, ist aktuell noch unklar.

WhatsApp habe für die Verschlüsselung mit Moxie Marlinspikes Firma Open Whisper Systems zusammengearbeitet, die bereits sichere Messenger wie "Signal", "Redphone" und "Textsecure" anbietet. Insbesondere Letzterer gefiel WhatsApp wegen seiner sogenannten Forward Secrecy - das bedeutet, eine Nachricht bleibt auch dann veschlüsselt, wenn es einem Angreifer irgendwann in Zukunft gelänge, den Key zu knacken. Ferner ist der Quellcode von Textsecure einsehbar und hat bereits eine Reihe öffentlicher Audits überstanden. Open Whisper will seine eigenen Apps weiterentwickeln, künftig aber verstärkt an Integration wie der aktuell mit WhatsApp arbeiten.