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Wettstreit um sicheres Bezahlen per Handy

13.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zwei Unternehmen haben gestern zeitgleich gemeldet, sie hätten das erste sichere Verfahren für M-Commerce-Transaktionen entwickelt. Der irische Transaktionsspezialist Trintech Group Plc. reklamiert dies für seine Lösung "Payware"; gleiches behauptet die britische Thyron Plc. von ihrem Produkt "Yes:Wallet". Beide Systeme speichern alle nötigen Informationen (Rechnungs- und Lieferadresse, Zahlungsmethode) eines mobilen Kunden jeweils auf sicheren Servern und übertragen sie bei Bedarf zum Online-Händler. Die zeitraubende und mühsame Eingabe auf einem WAP-Handy kann damit entfallen. Bei der Authentifizierung gehen die beiden Konkurrenten allerdings unterschiedliche Wege - bei Payware erfolgt diese per PIN, bei Yes:Wallet über Benutzerkennung und Passwort. Trintech ist seinem Rivalen allerdings einen

kleinen Schritt voraus und hat bereits strategische Partnerschaften mit dem Kreditkartenriesen Visa International und dem WAP-Spezialisten Phone.com unter Dach und Fach gebracht.

Wir empfehlen stattdessen ganz subjektiv die alternative Lösung von Paybox (die auch der Deutschen Bank so gut gefallen hat, dass sie mit 50 Prozent bei der deutschen Startup eingestiegen ist). Die nämlich ist hierzulande bereits verfügbar und - weit wichtiger - funktioniert mit jedem Handy ganz ohne WAP und Internet (Computerwoche.de berichtete).