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Internetpionier

Werner Zorn warnt vor neuen Monopolen im Netz

06.08.2013
Der deutsche Internetpionier Werner Zorn sieht die Aktivitäten der großen Internet-Konzerne im Netz mit Sorge.
Werner Zorn war 1984 am Empfang der ersten E-Mail in Deutschland beteiligt.
Werner Zorn war 1984 am Empfang der ersten E-Mail in Deutschland beteiligt.
Foto: KIT / Kay Herschelmann

"Das ist schon eine Gefahr - dass sich jetzt wieder Monopole bilden und die das auf eine ganz andere Weise wirtschaftlich ausnutzen als vorher", sagte Zorn der dpa. Das sei wirtschaftlich begründet. "Im Internet setzt sich ja immer das Beste durch. Das Zweitbeste hat schon Mühe." Als Beispiel nannte Zorn den Suchmaschinen-Markt, auf dem Google in Deutschland Marktanteile über 90 Prozent erreicht. Andere Anbieter hätten dann vor allem in ganz speziellen Nischen noch eine Chance.

Zorn war als Informatiker 1984 an der Universität von Karlsruhe mit seiner damaligen E-Mail-Adresse zorn@germany am Empfang der ersten E-Mail-Nachricht in Deutschland beteiligt. Domain-Endungen wie .de gab es damals noch nicht. Zorn half in den 80er Jahren dabei, die Netz-Infrastruktur hierzulande aufzubauen. "Das mitzuerleben, wie das entsteht, ist an sich viel spannender als heute vor fertige Lösungen und Produkte gestellt zu werden", sagte er. Zorn wurde am Wochenende für seinen Beitrag zum Aufbau des Internets geehrt und in die "Internet Hall of Fame" aufgenommen. (dpa/tc)