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Werbeschlacht zwischen HP und Hewlett wird immer skurriler

22.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In einer doppelseitigen Anzeige im "Wall Street Journal" warb Hewlett-Packard (HP) um die Zustimmung seiner Aktionäre, die die geplante Akquisition von Compaq am 19. März auf der HP-Hauptversammlung absegnen müssen. In der selben Ausgabe inserierte auch der Merger-Gegner Walter Hewlett, allerdings "nur" einseitig. Der Sohn von HP-Firmenmitbegründer William Hewlett will die HP-Aktionäre zur Ablehnung des Deals bewegen. Auf einer Werbeseite mit dem Slogan "Know means no" (zu Deutsch: "Wissen heißt nein") legte er detailliert dar, warum er und die Hewlett- und Packard-Stiftungen die Fusion der Giganten ablehnen. Unter anderem habe der Aktienwert unter der derzeitigen HP-Chefin Carleton Fiorina gelitten. Zudem sei das HP-Management in der Vergangenheit oft "zu optimistisch" gewesen und habe manchmal "komplett falsch gelegen".

HP begnügte sich in seiner Anzeige mit deutlich weniger Details dazu, warum der Konzern die Übernahme von Compaq befürwortet. Die Nachricht reduzierte sich mehr oder weniger auf den Slogan: "HP ist die Nummer fünf bei Unternehmensspeicherlösungen. HP plus Compaq sind die Nummer eins im Speicherbereich."

Hewletts Werbeagentur Mackenzie Partners rechnet damit, dass der Werbekrieg zwischen den beiden Parteien noch heftiger wird. Die gestrige Anzeige von Hewlett erschien am heutigen Freitag zudem in anderen führenden US-Tageszeitungen, darunter "The New York Times", "The Washington Post" sowie den "San Jose Mercury News". (ka)