Wer hat Angst vor Handy-Viren? G Data jedenfalls nicht

27.11.2007
Viren stellen für Smartphones nur eine geringe Gefahr dar. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung, die vom Bochumer IT-Antivirus-Spezialisten G Data durchgeführt wurde. Die Virengefahr werde von Security-Herstellern bewusst übertrieben, um die Verbreitung ihrer Sicherheitslösungen anzutreiben.

Die Angst vor Virusinfektionen von Smartphones ist unbegründet. Nach einer Auswertung des Gefahrenpotenzials für das iPhone und Symbian-Smartphones kamen die Experten der G Data Security Labs zu dem Schluss, dass die Gefahr durch Viren auf dem Handy verschwindend gering ist. Das hat mehrere Gründe.

So sind Smartphones für die Malware-Industrie kein lohnendes Ziel. Es sei zwar nicht von der Hand zu weisen, dass Online-Kriminelle stets auf der Suche nach neuen Einnahmequellen sind, jedoch steht der Aufwand für die Entwicklung von Handy-Viren für professionelle Malware-Autoren nach eingehenden Analysen durch G Data in keinem Verhältnis zu möglichen Gewinnen. Die Vielzahl der Betriebssysteme, die schwierige Verbreitung von Schadcode und die fehlenden Cyber-Crime-Geschäftsmodelle machen Smartphones für Kriminelle unattraktiv.

Selbst bei den weit verbreiteten Symbian-Smartphones ist die massenhafte Verbreitung von Viren technisch kaum zu bewerkstelligen, da sich Bluetooth für eine schnelle Verbreitung nicht eignet. MMS ist zwar als Virenträger denkbar, aber der Installationsprozess erfordert entsprechende Nutzeraktionen. Viele Smartphone-User sind misstrauisch genug, nicht auf die von E-Mails bekannten Tricks hereinzufallen. Käufer des iPhones brauchen sich um MMS als Einfallstor keine Sorgen zu machen; es fehlt schlichtweg die entsprechende MMS-Funktion.

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