Arbeitsmarkt

Wenn Sie als 50+ keinen Job finden

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Für die Generation 50+ ist die Jobsuche auch im Bereich IT kein Zuckerschlecken. Ein Personalberater hilft.
Bewerbungen schreiben kann sehr frustrierend sein. Lassen Sie sich dennoch nicht entmutigen!
Bewerbungen schreiben kann sehr frustrierend sein. Lassen Sie sich dennoch nicht entmutigen!
Foto: Fotolia, BeTa-Artworks

Ein älterer IT-Spezialist ist sehr um einen neuen Arbeitsplatz bemüht. Noch hat es nicht geklappt: "Nach zehn Jahren Arbeit in einem DataCenter (Outsourcing) und einer befristeten Tätigkeit bin ich zum Ende des Monats ohne Arbeit. Ich habe Bewerbungen vor allem an Firmen im Rhein-Main-Gebiet geschrieben und bin bereit, zwei Autostunden Anfahrt in Kauf zu nehmen. Zusätzlich habe ich mein Profil in den üblichen Jobbörsen hinterlegt; allerdings ohne Reaktionen. Meine Bilanz ist sehr ernüchternd: In 90 Prozent der Fälle haben die Firmen auf mein Anschreiben erst gar nicht reagiert, von 70 Bewerbungen führten nur sechs zu einem Vorstellungsgespräch, zu einer Vertragsunterzeichnung kam es dabei nicht."

Personalberater Gerhard Humbert versucht, dem Bewerber Mut zu machen:

Gerhard Humbert, HSC: "Nutzen Sie die Unterstützung der Arbeitsagentur, sie kann Ihnen helfen, Ihre Stärken zu erkennen und Ihre Bewerbungsstrategien zu verbessern."
Gerhard Humbert, HSC: "Nutzen Sie die Unterstützung der Arbeitsagentur, sie kann Ihnen helfen, Ihre Stärken zu erkennen und Ihre Bewerbungsstrategien zu verbessern."
Foto: Dr. Gerhard Humbert, HSC

"Lassen Sie sich nicht entmutigen! Sechs Gespräche aus 70 Bewerbungen - das hört sich für mich gar nicht mal so schlecht an. Gut wäre es, wenn Sie herausbekommen könnten, woran es im Einzelfall gelegen hat, dass Sie die Stelle nicht bekommen haben. Am Alter eher nicht, denn das war Ihren Gesprächspartnern wohl schon bekannt, als Sie zum Gespräch eingeladen wurden.