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Wenn der Yeti zweimal klingelt - iPhone als Museums-Guide

24.10.2007
Von pte pte
Ein österreichisches Unternehmen bringt multimediale Museumsführungen auf das iPhone und den iPod touch von Apple.

NOUS, Multimedia-Guide-Anbieter für Museen und Ausstellungen, will Museumsführungen auf Apple "iPhone" und "iPod touch" anbieten. Das österreichische Unternehmen hat in Kooperation mit Apples Europa-Zentrale in London und dem Headquarter in den USA sein multimediales Vermittlungssystem "Museumspod" auf die neue Hardware portiert. Mit der neuen Technologie will man vor allem in puncto Bedienungsfreundlichkeit Fortschritte erzielen. "Wir sind bei der Videoqualität auf Pocket-PCs ans Limit gestoßen", begründet Alexander Stickelberger, Geschäftsführer der NOUS Wissensmanagement GmbH, im Gespräch mit pressetext den Umstieg auf die Apple-Geräte.

"Die Qualität von Multimediaelementen, die Sensibilität des Displays und die Funktionalität sind auf iPhone und iPod touch hervorragend", so Stickelberger. Bisher habe man die von NOUS komplett in Eigenregie entwickelten Guide-Systeme nur auf PDA-Basis anbieten können. Auch durch den Anspruch, das User-Interface-Design so einfach wie möglich zu gestalten, hätte sich die Nutzung der Apple-Geräte geradezu aufgedrängt. "Die Navigation ist einfach, der Bildschirm ist groß und kann bei Bedarf gedreht werden, der Touchscreen reagiert sofort auf den Fingertipp. Dadurch wird die Bedienung für die Museumsbesucher noch angenehmer", erläutert der NOUS-Gschäftsführer.

Das auf WLAN basierende System bietet den Besuchern aber auch die Möglichkeit, verschiedene Formen des Feedbacks an die jeweilige Institution zurück zu schicken. "Unser Anliegen war es, das System nicht eindimensional zu gestalten", erklärt Stickelberger. Auch die Einbringung von Inhalten aus den Museen selbst sei möglich. Ein Referenzanwender ist das Messner Mountain Museum des Bergsteigers Reinhold Messner in Italien.

Der NOUS-Guide ist ein mobiler Multimedia-Guide für Museen, Ausstellungen und Showrooms. Gestartet wurde das Projekt mit Unterstützung der Stadt Wien bereits 2004 auch auf Anregung von Museen. "Die dort verwendeten Audio-Guides galten zu diesem Zeitpunkt als nicht mehr zeitgemäß und sollten durch die Entwicklung eines neuen Systems abgelöst werden", schildert Stickelberger. Ab Januar 2008 werden die ersten Projekte auf Basis der Apple-Hardware in mehreren österreichischen Museen starten. Langfristig geplant sei laut Angaben des Unternehmens eine Ansiedlung im oberen Museumsbereich im deutschsprachigen Raum. Vorerst können Besucher zwar nur vorkonfigurierte Geräte ausborgen, für die Zukunft plane man aber auch die Möglichkeit, private iPhones und iPods für das Führungsservice nutzbar zu machen. (pte)