Vesper

Weniger ist mehr als einfach nur eine weitere Notizen-App

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Wenn sich John Gruber, Brent Simmons und Dave Wiskus zusammentun, dann muss dabei fast zwangsläufig etwas Besonderes herauskommen.
Versper ist einfach. Anders.
Versper ist einfach. Anders.
Foto: Q Branch

Gruber ("Daring Fireball"), Simmons ("NetNewsWire", "Mars Edit") und Interface-Designer Wiskus sind zusammen Q Branch - in Anspielung auf James Bonds Technikausstatter "Q". Q Branch will besondere Apps für Apple-Geräte entwickeln. Den Anfang macht - ebenfalls in Anspielung auf Bond - die Notizen-App "Vesper", mit der der Nutzer schlicht seine "Gedanken sammeln" soll.

Vesper bietet wenig mehr Funktionen als das Sammeln und Taggen von Text und Bildern. Im Vergleich zu beispielsweise Evernote wirkt das fast schon anachronistisch und übermäßig einfach. So fehlen Vesper Funktionen wie Sync, URL-Scheme, Markdown-Integration oder eine iPad-Version. Dafür ist die App einfach zu benutzen, arbeitet mit teils ungewöhnlichen UI-Konzepten mit viel Liebe zum Detail - und Vesper fühlt sich einfach schnell an.

Ob einem das 4,50 Euro wert ist, muss jeder iPhone-Besitzer selbst entscheiden. Der "hohe" Preis wird viele potenzielle Nutzer abschrecken (Apple bietet ja zumindest bis dato noch keine Testversionen an); wer das Geld ausgibt, wird aber an Vesper gewiss seine Freude haben.