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Weniger als ein Viertel der Geschäftsreisenden nutzen Hotspots

07.09.2005
Lediglich 25 Prozent der US-amerikanischen und 17 Prozent der britischen Geschäftsreisenden nutzen Wifi-Hotspots auf Flughäfen oder in Flugzeugen, so Gartner.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Lediglich 25 Prozent der US-amerikanischen und 17 Prozent der britischen Geschäftsreisenden nutzen Wifi-Hotspots auf Flughäfen oder in Flugzeugen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Gartner, für die mehr als 2000 Reisende befragt wurden. Dabei haben sich die Möglichkeiten der Internetnutzung mittels WLAN in den vergangenen Jahren immer mehr verbessert. Entsprechende Hotspots wurden auf vielen Flughäfen schon vor etlichen Jahren eingerichtet, seit zwei Jahren gehört die WLAN-Fähigkeit quasi zur Grundausstattung vieler Laptop-PCs. Mit rund 60.000 Zugangsknoten sind Hotels weltweit die wichtigsten Anbieter derartiger Services. Hinzu kommt, dass immer mehr Fluggesellschaften wie Lufthansa, SAS, ANA, JAL und Singapore Airlines auf ausgesuchten Strecken Internet-Zugangsmöglichkeiten im Flugzeug eingerichtet haben.

Gartner führt die Zurückhaltung der Geschäftsreisenden auf eine Reihe von Faktoren zurück. Gerade während des Fluges schätzen offenbar viele Reisende, nicht erreichbar zu sein. 78 Prozent der Amerikaner und 75 Prozent der Briten haben hier keinen Kommunikationsbedarf und wünschen sich stattdessen mehr Platz, üppigere Freigepäckmengen oder ein besseres Unterhaltungsangebot.

"Unsere Umfrage zeigt, dass viele Business Traveller unsicher sind, welche Ausrüstung sie brauchen, wie sie die Verbindung herstellen können, wie die Abrechnung läuft oder warum sie Wifi überhaupt nutzen sollen", berichtet Delia MacMillan, Research Vice President bei Gartner. Problematisch sei auch, dass viele Unternehmen ihren Mitarbeitern die entstandenen Kosten nicht ersetzen würden. Von den Nutzern der Technik wurden in erster Linie die hohen Gebühren, aber auch das Fehlen von Hotspots an geeigneten Standorten beklagt.

Außerdem erhält die Technik Konkurrenz von Mobilfunkstandards der dritten Generation (3G) wie UMTS. Gartner erwartet, dass deshalb die Preise für die Wifi-Nutzung sinken werden. "Wir beobachten, dass insbesondere für Anwender, die nicht auf einen permanenten Internet-Zugriff angewiesen sind, Hotspots kostengünstiger sind als der Abschluss eines Vertrags mit einem 3G-Anbieter", so MacMillan. Die Wifi-Nutzung könne weiter zunehmen, wenn mehr Laptops mit eingebauten Antennen ausgestattet sein werden. Gartner prognostiziert, dass bis Ende 2005 rund die Hälfte aller eingesetzten Laptops Wifi-fähig sein werden. (rg)