Wenig Licht in der Kostenfrage
Anhand von Untersuchungen in fast 1000 Unternehmen weltweit - die meisten stammen aus den USA - gewinnt die Marktforschungs- und Beratungsgesellschaft Meta Group, hierzulande in Muenchen ansaessig, wichtige Erkenntnisse ueber den Data-Warehouse-Markt:
- Die meisten Systeme werden fuer das Marketing (vor allem in Einzelhandels- und Finanzdienstleistungsunternehmen) implementiert. Es folgen Kundeninformationssysteme (Finanzwirtschaft, Telekom, Energieversorger) sowie Warehouses fuer Vertrieb und Finanzen (Einzelhandel, Distributions- und Transportunternehmen).
- Unix ist die am haeufigsten genannte Warehouse-Zielplattform, gefolgt von MVS. Windows NT etabliert sich wegen Skalierbarkeitsproblemen bisher nur im unteren Segment - bei Warehouses mit weniger als 30 Gigabyte.
- Die meisten Warehouses werden auf Oracle-Datenbanken implementiert, gefolgt von IBMs DB2 und Sybase. Immer mehr Kunden ziehen allerdings den Einsatz von multidimensionalen Datenbanksystemen in Betracht.
- Unter den Endanwender-Tools sind Spreadsheets wie Lotus 1-2-3 oder Excel sowie Microsofts Access sehr beliebt. Allerdings steigt die Nachfrage nach ausgefeilteren Tools wie "Business Objects" vom gleichnamigen Hersteller, Impromptu und Powerplay von Cognos oder Forest & Trees, inzwischen im Besitz von Platinum Technologies, sprunghaft.
- In puncto Kosten tappen die meisten Unternehmen im Dunkeln. Die Meta Group berichtet von "nervoesen Anrufern", die Schwierigkeiten haben, ihre Vorgesetzten ueber die anstehenden Kosten zu informieren. Einige Kunden gaben zu Protokoll, ihre Warehouse-Kosten fuer ein komplexes Kundeninformationssystem haetten einschliesslich Hardware, Software, Consulting und Personal bei ueber 50 Millionen Dollar gelegen.
