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Weltweiter Server- und Workstation-Markt kommt nur schleppend in Gang

03.08.2000
Dataquest-Zahlen zum zweiten Quartal

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dataquest, der Marktforschungsarm von Gartner, hat gestern vorläufige Zahlen zum weltweiten Server- und Workstation-Markt im zweiten Quartal 2000 veröffentlicht. Demnach stiegen die Stückzahlen der ausgelieferten Rechner in diesen Segmenten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um elf respektive 14 Prozent. In absoluten Zahlen: Die Hersteller verkauften zwischen April und Juni dieses Jahres 955 412 Server sowie 440 463 Workstations. Der Server-Markt ist damit weiterhin weit von der ursprünglichen Wachstumsprognose von 21 Prozent entfernt; die elf Prozent Plus bedeuten aber immerhin eine Verbesserung gegenüber dem Vorquartal. Auf Seiten der Server-Hersteller konnten Sun Microsystems (plus 70,5 Prozent) und Direktanbieter Dell (plus 36,2 Prozent) am stärksten zulegen. Marktführer nach Stückzahlen ist aber weiterhin Compaq mit einem Marktanteil von 29,3 Prozent; Dell

liegt mit 14,1 Prozent auf Rang zwei vor IBM mit 13,7 Prozent.

Das höhere Wachstum bei Workstations liegt laut Dataquest-Analystin Pia Rieppo nicht zuletzt an Definitionsschwierigkeiten. "Die Grenzen zwischen PC und Workstation verschwimmen zusehends", klagt die Expertin. "Leute, die früher nur PCs kauften, ziehen nun auch Workstations in Erwägung." Dataquest definiert den Begriff als Bezeichnung für Systeme, die vor allem für technische Anwendungen (CAD, Design) und die Erzeugung digitaler Inhalte genutzt werden. Rieppo sieht darüber hinaus Intel-Workstations immer mehr auf dem Vormarsch. Für den Markt der Intel-Systeme erwartet die Fachfrau in den kommenden vier Jahren ein durchschnittliches Wachstum von 16,2 Prozent; die Unix-Konkurrenz soll demgegenüber um 5,1 Prozent jährlich nachlassen.