Gartner

Weltweiter Server-Markt wächst 2011 um 8 Prozent

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Nach Zählung der Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner wurden 2011 weltweit 52,8 Milliarden Dollar für Server ausgegeben.

Das sind 7,9 Prozent mehr als die 48,9 Milliarden Dollar Server-Umsatz aus dem Jahr 2010, wie Gartner heute mitteilt. Allerdings sieht das Schlussquartal 2011 deutlich düsterer aus - in den letzten drei Monaten sanken die weltweiten Server-Erlöse gegenüber der vergleichbaren Vorjahreszeit um 5,4 Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar. Die ausgelieferten Stückzahlen im Q4 gingen um 4,5 Prozent zurück, im Gesamtjahr 2011 wurden hingegen sieben Prozent mehr Server ausgeliefert als 2010.

Den Einbruch im vierten Quartal begründet Gartner-Experte Jeffrey Hewitt vor allem mit dem Engpass bei Festplatten als Folge der Flutkatastrophe in Thailand im Oktober vergangenen Jahres. In der Folge hätten viele Server-Hersteller im Schlussquartal die Nachfrage nicht erfüllen können. Gartner geht davon aus, dass die Probleme im ersten Quartal 2012 andauern werden.

Im Ranking der Hersteller nach Umsatz hat sich IBM die zwischenzeitlich an Hewlett-Packard (HP) verlorene Spitzenposition zurückerobert. "Big Blue" verkaufte 2011 Server im Gesamtwert von 16,1 Milliarden Dollar, ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber den 15 Milliarden Dollar im Vorjahr und gut für 30,5 (30,8) Prozent Marktanteil. HPs Server-Erlöse gingen von 15,33 Milliarden Dollar um 0,1 Prozent auf 15,32 Milliarden zurück, was allerdings zu einem Rückgang beim Market Share von 31,3 auf 29 Prozentpunkte führte, da vor allem die anderen Hersteller außerhalb der Top Five ordentlich zulegten.

Platz drei belegt Dell, das 2011 Server für 7,7 Milliarden Dollar loswurde und damit überm Strich gegenüber den 7,2 Milliarden im Vorjahr um 7,7 Prozent wuchs, beim Marktanteil allerdings bei 14,7 Prozent stagnierte. Auch der Viert- und Fünftplatzierte konnten zulegen - Oracle erzielte 3,2 Milliarden Dollar Server-Umsatz (plus 4,4 Prozent) und kam damit auf 6,1 (6,3) Prozent Marktanteil, sein japanischer SPARC-Entwicklungspartner Fujitsu steigerte den Server-Umsatz sogar um 18,1 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar und legte beim Market Share von 4,4 auf 4,8 Prozent zu. Alle übrigen Hersteller zusammengenommen verkauften Server für 7,9 Milliarden Dollar (plus 28,8 Prozent) und erreichten 14,9 Prozent Marktanteil.