Gartner-Prognose

Weltweite IT-Ausgaben steigen 2011 um 7,1 Prozent

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die Hälfte des Jahres 2011 ist vorbei; Gartner nutzt dies, um seine Prognose für die weltweiten IT-Ausgaben in diesem Jahr zu konkretisieren.

Die Marktforschungs- und Beratungsfirma erwartet nun ein Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben um 7,1 Prozent (auf US-Dollar-Basis). Ende März hatte Gartner noch erst 5,6 Prozent angesetzt. Das größte Wachstum erwartet Gartner nun mit 11,7 Prozent bei Computing-Hardware, gefolgt von Unternehmenssoftware (9,5 Prozent), Telekommunikation (6,9 Prozent) sowie IT-Dienstleistungen (6,6 Prozent). Bei den absoluten Summen liegt Telekommunikation mit 2,14 Billionen Dollar mit weitem Abstand vor IT-Services (846 Milliarden Dollar), Hardware (419 Milliarden Dollar) und Unternehmenssoftware (268 Milliarden Dollar).

Eines der heißesten Themen ist laut Gartner gegenwärtig die Migration auf Public-Cloud-Services. Hier gehen die Auguren von einem viermal stärkeren Wachstum aus als im Gesamtmarkt. 2011 sollen für Public Cloud Services demnach 89 Milliarden Dollar ausgegeben werden im Vergleich zu 74 Milliarden Dollar im Vorjahr. 2015 soll dieses Segment bereits 177 Milliarden Dollar erreichen - das wären dann immerhin schon fünf Prozent der gesamten IT-Ausgaben (nach zwei Prozent 2010).

"Entstehen und Aufkommen von Cloud ist ein wichtiger Trend und ein einigen Märkten sogar schon ein signifikanter Faktor", kommentiert Gartner-Analyst Richard Gordon. "Mit rund zehn Milliarden Dollar macht SaaS zum Beispeil schon zehn Prozent vom gesamten Enterprise-Software-Markt aus, und 2015 dürfte dieser Anteil bei Erlösen über 20 Milliarden Dollar bereits auf 15 Prozent steigen."