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Weltweit gibt es zu wenig Softwareentwickler

03.03.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts International Data Corp. (IDC) zufolge werden in den nächsten Jahren immer weniger neue Softwareentwickler auf den Markt strömen. Diese Entwicklung trägt nicht zuletzt zum weltweiten Mangel an ausgebildeten Computerspezialisten bei. Im vergangenen Jahr nahm die Zahl der Softwareentwickler noch um 11,5 Prozent zu, doch dieses Jahr wird die Rate auf 9,6 Prozent sinken. Für 2003 schätzt IDC, dass die Zunahme nur mehr unter sechs Prozent liegen wird.

Diese Entwicklung ist laut IDC besonders in den Industrieländern festzustellen, wo aufgrund der wachsenden Produktivität und der schon vorhandenen IT-Fachkräfte der Zuwachs an Softwarespezialisten begrenzt bleibt. In den Entwicklungsländern wird durch die infrastrukturellen Schwierigkeiten bei der Übernahme von Computertechnologie die Zunahme noch geringer ausfallen. Einzige Ausnahme ist Asien: Dort wird sich wegen der wachsenden Bevölkerung und der schnell voranschreitenden Industrialisierung auch in den kommenden Jahren der Bedarf an Softwareentwicklern noch erhöhen.

Die beliebteste Computersprache unter den Softwareentwicklern ist IDC zufolge derzeit noch Visual Basic, das aber spätestens 2002 von HTML (Hypertext Markup Language) überholt werden wird. Bei den Entwicklungsumgebungen haben komponentenbasierende Tools, Java und Entwicklungswerkzeuge für Internet-Applikationen die größten Zuwachsraten.