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Welcher Rivale schnappt sich Research in Motion?

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Seit Jahren ranken sich Übernahmespekulationen um Research in Motion (RIM). Wer wird den kanadischen Blackberry-Pionier kaufen?

Der Erfolg der Blackberry-Smartphones von RIM hat Begehrlichkeiten bei den Rivalen geweckt, vor allem dank der soliden Verankerung der Marke bei Unternehmenskunden. Blackberry ist heute ein Synonym für mobile E-Mail, auch wenn längst andere Anbieter diesen Service im Sortiment haben. Dies spiegelt sich auch in der Bewertung des Unternehmens an der Börse: RIM ist von seinen Höchstständen – rund 144 Dollar die Aktie – weit entfernt.

Seit März 2010 hat das Papier von RIM rund 50 Prozent seines Wertes eingebüßt. Derzeit notiert der Anteilschein unter 50 Dollar, die Marktkapitalisierung beläuft sich auf 26 Milliarden Dollar. Damit ist der Konzern verglichen mit den Branchengrößen wie Microsoft, Google oder Apple ein kleiner Fisch. Zudem ist das Portfolio des Unternehmens limitiert, trotz des Ausbruchsversuchs in das Segment der Privatkunden. Übernahmegerüchte gibt es seit Jahren, wenn auch keine aktuellen Spekulationen bekannt sind.

Der Druck, den Apple mit dem iPhone und Google mit der Android-Plattform aufgebaut haben, ist gewaltig. Daneben gelingt es Microsoft immer wieder, trotz eines geringen Marktanteils in die Schlagzeilen zu kommen. Das neue Windows Phone 7 wird den Markt nicht durcheinanderwirbeln, aber zumindest den Druck auf RIM hochhalten.

Auch wenn die absoluten Verkaufszahlen von RIM im dritten Quartal deutlich von 8,5 Millionen auf 12,4 Millionen Geräte gestiegen sind: Der Marktanteil der Kanadier am weltweiten Smartphone-Geschäft schrumpfte laut Strategy Analytics in den vergangenen zwölf Monaten von 19 auf 16 Prozent. Apple war der einzige Anbieter, der seinen Marktanteil steigern konnte. Der Konzern verkaufte zuletzt 18 Prozent aller Smartphones und verdrängte damit RIM von Rang zwei hinter Nokia.

Wir würden daher gerne von Ihnen wissen, ob RIM ein Übernahmekandidat ist und von welchem Rivalen die Firma übernommen wird? Zur Umfrage geht es hier.