Psychotest

Welcher Krisentyp sind Sie?

12.01.2009
Von Katharina Friedmann und
Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Jede Krise ist so hart, wie man sie spürt. Prüfen Sie hier, wie gut Sie für berufliche und private Dürreperioden aufgestellt sind. (Zur Auflösung addieren Sie bitte die erzielten Punkte.)

Frage 1: Ihr Business-PC stürzt plötzlich ab, und weg ist die Arbeit der vergangenen drei Stunden. Was tun Sie?

- Ich haue den Computer kurz und klein, greife zum Telefon und fordere beim User-Support brüllend ein Ersatzgerät an. (8)

- Ich erkläre meiner Assistentin kurz, worum es geht, und beschäftige mich mit der nächsten Aufgabe. (2)

- Ich nutze den Ausfall als Anlass, meine Kenntnisse aus dem Volkshochschulkurs "Windows für Dummies" auszuprobieren, und bringe das System wieder auf Vordermann. (3)

- Ich schließe die Bürotür, plündere meine Schokoladenvorräte und weine leise vor mich hin. (0)

Frage 2: Wegen der "schwierigen wirtschaftlichen Situation" werden Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestrichen. Wie reagieren Sie?

- Ich greife zum Taschenrechner und rechne aus, ob das Geld für den geplanten Flug in die Karibik noch reicht. Als Alternative ziehe ich schon einmal einen Zelturlaub im Erzgebirge in Betracht. (2)

- Ich nehme die Kürzung zum Anlass, meinem Chef endlich die Meinung zu sagen und ihm die Kündigung auf den Tisch zu knallen. (8)

- Ich prüfe die Rechtslage, stimme mich mit dem Betriebsrat ab und entwerfe schon einmal Schilder für einen möglichen Warnstreik. (2)

- Ich mache mir Vorwürfe, weil ich vor zwei Wochen einmal privat telefoniert habe, und überlege, wie ich dem Unternehmen noch mehr beim Sparen helfen kann. (0)

Frage 3: Was bunkern Sie derzeit in Ihrer Speisekammer?

- Süßigkeiten aller Art. (0)

- Primär Kohlehydrat-Träger wie Bohnen, Reis und Pasta. (1)

- Speisekammer? Ich kann ja nicht einmal kochen! (8)

- Ich ernähre mich hauptsächlich frisch, sprich aus der Biokiste! (3)

Sie müssen finanziell kürzer treten. Worauf verzichten Sie als Erstes?

- Auf das Auto. Ich fahre öfter mit Bahn oder Fahrrad. Das macht Spaß und ist gut für mich und die Umwelt. (3)

- Ich sage alle Zahnarzttermine ab, kündige das FitnessStudio und dusche nur noch einmal pro Woche - kalt. (2)

- Wieso verzichten? Ich besorge meiner Frau einen GanztagsJob, ordne meine Geldanlagen neu und versuche mein Glück an der Börse. (8)

- Noch mehr Opfer kann ich nicht bringen. Ich pfeife sowieso schon auf dem letzten Loch! (0)

Frage 5: Die Bank Ihres Vertrauens hat Ihre Altersvorsorge verzockt. Was tun Sie?

- Das war's dann wohl. Adieu, schöne Welt! (0)

- Dank meiner gemischten Kapitalanlagestrategie bin ich aus dem Schneider. Den Verlust mache ich mit meinen Staatsanleihen locker wieder wett. (2)

- Wenn Überlebenskünstler Rüdiger Nehberg sich von Regenwürmern und totgefahrenen Tieren ernähren kann, schaffe ich das auch. (2)

- Ich organisiere mich mit anderen Geprellten und bereite eine Sammelklage gegen das Institut vor - damit der Staat zahlt. (8)

Frage 6: Sie stecken in der Krise. Welche Medikamente brauchen Sie jetzt öfter?

- Schlaftabletten - um trotz Existenzängsten abschalten zu können. (0)

- Abführmittel - weil es mit dem Loslassen nicht so klappen will. (1)

- Aufputscher - um den Alltagstrott zu überstehen. (4)

- Sedativa - um Distanz zur Wirklichkeit zu wahren. (2)

Frage 7: Ihnen wurde gekündigt. Sie kommen nach Hause und erwischen Ihre Frau in flagranti - mit Ihrem besten Freund. Was nun?

- Ich tue, als wäre nichts gewesen, und frage die beiden nach der Seite mit den Stellenanzeigen. (2)

- Ich nutze die Gelegenheit, den beiden meine wohlhabende Geliebte vorzustellen. (3)

- Ich denke: "Kein Wunder, bei so einem Versager wie mir würde ich mich auch umorientieren..." (0)

- Das ist die passende Gelegenheit, meine Wut über den Rausschmiss abzureagieren. (8)

Frage 8: Ein Arbeitskollege will ein Startup gründen - mit Ihnen als Partner! Die Idee ist spannend, das Geld fehlt. Wie reagieren Sie?

- Ich versuche, ihm das Vorhaben auszureden, und erinnere ihn an die zahlreichen Vorzüge des Angestelltendaseins. (2)

- Ich wechsle geschickt das Thema, um nicht ablehnen zu müssen. (4)

- Ich klappere umgehend meine Kontakte in der Banken- und VC-Szene ab, um die Finanzierung sicherzustellen. (3)

- Ich schlage meinem Kollegen besser geeignete Partner vor, um das Vorhaben nicht zu gefährden. (0)

Frage 9: Alles läuft prächtig. Grund genug, mal wieder richtig auf den Putz zu hauen. Wie feiern Sie?

- Ich schmeiße eine Lokalrunde in meiner Stammkneipe und teste meinen Marktwert an der Bedienung. (8)

- Ich leihe mein Lieblingsvideo aus und bestelle ein Six-Pack und eine Jumbo-Pizza beim Italiener meines Vertrauens. (0)

- Ich nutze meine Glückssträhne lieber, um beruflich weiterzukommen, und lerne daheim für mein MBA-Fernstudium. (2)

- Ich verbinde Nützliches mit Angenehmem und lade meinen Chef zum Abendessen in ein Fünf-Sterne-Restaurant ein. (3)

Frage 10: Welche Privatsachen verbergen Sie in Ihrer Schreibtischschublade?

- Ein Schokoladensortiment und Tempos. (0)

- Eine Liste mit sämtlichen Notfallnummern und meinen Blutgruppenausweis. (2)

- Eine geladene Schusswaffe und Tränengas. (8)

- Mein vorgefertigtes Kündigungsschreiben. (1)

Auswertung:

Der Bremser (0 bis 15 Punkte)

Na Prost! Für Sie ist ein halbvolles Glas bereits halbleer - und immer in Gefahr, herunterzufallen. Sie tendieren dazu, die Ursache für vergangene oder künftige Fehlschläge primär bei sich zu suchen und sich mit diesen Problemen zurückzuziehen. Das macht das Leben nicht einfacher, insbesondere in Krisenzeiten.

Tipp: Aus die Maus. Wenn das Leben Ihnen die Zähne zeigt, beißen Sie zurück - wenn es sein muss, im Kollektiv!

Der Sicherheitstyp (16 bis 24 Punkte)

Gratulation! Sie haben gut vorgesorgt und sind damit für alle Arten von Schicksalsschlägen gewappnet, egal ob Haarausfall, Heiratsschwindel oder Hartz IV. Ihnen wird so schnell nichts passieren. Leider verpassen Sie damit aber auch viel von dem, was man so allgemein das Leben nennt.

Tipp: Mut zur Versicherungslücke! Vergessen Sie nie: No risk, no fun!

Der Praktiker (25 bis 43 Punkte)

Glückwunsch: Blinde Panik ist Ihnen fremd, denn Sie haben längst einen Plan B, C und D im Kopf und gewinnen jeder Situation etwas ab. Leider laufen Sie Gefahr, immer einen Bogen um Konflikte zu machen und damit den Kürzeren zu ziehen.

Tipp: Ihre Kreativität in Ehren - lassen Sie sich nicht alles gefallen und gehen Sie öfter auf Kollisionskurs!

Der Dampfkessel (44 bis 72 Punkte)

Krise? Das haben Sie nicht nötig. Es genügt schon ein Knick in der Präsentationsmappe, um bei Ihnen einen viertelstündigen Wutanfall auszulösen. Ihre Strategie "Wer brüllt, gewinnt" funktioniert aber nur bedingt: Sie bekommen zwar meist, was Sie möchten, der Kollateralschaden ist jedoch immens, und Ihr schlechter Ruf umgibt Sie wie Mundgeruch.

Tipp: Vorsicht! Auch der tollwütigste Stier findet seinen Torero!