Social Media Plattformen im Vergleich

Welche sozialen Netze sich für wen eignen

Franziska Nimz schreibt als Expertin zu den Themen Social Media im B2B- und B2C-Bereich. Als Social Media Managerin betreut sie Social Media Präsenzen von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wie Gastronomie, Hotellerie, Mode, Film oder anderen Dienstleistungen. Zudem gibt sie Social Media Workshops zu den Themen Strategie, Werbung und Administration von Accounts.

Die Nutzung sozialer Netzwerke ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Je nachdem welche Kommunikationsziele verfolgt werden, müssen die passenden Kanäle ausgewählt werden.

Unternehmen müssen nicht zwangsweise in allen sozialen Netzwerken vertreten sein. Eine Studie über die Social Media-Präsenz der Fortune Global 100 Unternehmen ergab, dass 65 Prozent einen Twitter-Account, 54 Prozent eine Facebook-Fanseite, 50 Prozent einen YouTube-Kanal und 33 Prozent einen Corporate Blog betreiben. Insgesamt nutzt nur jede fünfte Firma alle vier Plattformen. Die untersuchten Unternehmen aus Europa nutzen vor allem Twitter (71 Prozent). YouTube und Facebook teilen sich Platz 2 mit 52 Prozent und der Corporate Blog steht mit nur 25 Prozent am Ende der Liste. Entscheidend ist, in den richtigen Netzwerken für Buzz zu sorgen.

Die Ausarbeitung einer Social Media-Strategie ist fundamental, um wildes Treiben im Social Media Dschungel zu vermeiden.
Die Ausarbeitung einer Social Media-Strategie ist fundamental, um wildes Treiben im Social Media Dschungel zu vermeiden.
Foto: Rawpixel, Shutterstock.com

Mittendrin statt nur dabei

Es gibt keinen Sinn, ein Unternehmen auf jeder Plattform anzumelden, wenn für die weitere Betreuung sowohl Zeit als auch Content fehlen. Denn so ist es nur ein weiterer toter Social Media-Account, auf welchem Nutzer im Regen stehen gelassen werden. Viel wichtiger ist, das Thema Social Media im Unternehmen strategisch zu etablieren und ganzheitlich in die Unternehmenskommunikation einzubinden.

Die Ausarbeitung einer Social Media-Strategie ist daher fundamental, um wildes Treiben im Social Media Dschungel zu vermeiden. Der Einstieg in Social Media sollte offen im Unternehmen thematisiert und die Mitarbeiter motiviert und sensibilisiert werden. Bei der Ausarbeitung der Strategie sollte auf folgende Fragen eine Antwort gefunden werden:

  • Welche Ziele will das Unternehmen über Social Media erreichen?

  • Zu welchen Themen hat das Unternehmen etwas zu erzählen?

  • Welche Inhalte stehen zur Verfügung?

  • Wo sind die Zielgruppen anzutreffen?

  • Wie viel Zeit möchte das Unternehmen im Community Management investieren?

Des Weiteren müssen Prozesse und Abläufe definiert und die zuständigen Mitarbeiter fit für Social Media gemacht werden.

Nutzerzahlen in Deutschland

Nach Angaben von Statista.com ist der blaue Riese Facebook auch in Deutschland mit rund 28 Millionen Nutzern mit Abstand das größte Netzwerk. Platz 2 verteidigt YouTube, wobei bei den Nutzerzahlen zwischen einmaligen Besuchern und aktiven Nutzern unterschieden wird. In Deutschland gibt es ganze 4 Millionen aktive Nutzer, die Videos nicht nur anschauen, sondern auch hochladen. Platz 3 belegt die Foto-App Instagram, die 2012 von Facebook aufgekauft wurde, mit knapp 4 Millionen deutschen Nutzern.
Mit etwas Abstand dahinter kommt das Microblogging-Netzwerk Twitter, das von ein bis zweieinhalb Millionen Deutschen regelmäßig genutzt wird. Pinterest zählt 3 Millionen Nutzer, genauso wie Google +, das jedoch 15 Millionen registrierte Nutzer vorweisen kann.

Das deutsche Business Netzwerk XING zählt 8 Millionen Nutzer in der D-A-CH-Region; das internationale Netzwerk LinkedIn sogar 6 Millionen Nutzer allein in Deutschland.

Darüber hinaus weisen beispielweise auch Dokumenten-Netzwerke wie Slideshare oder Scribd steigende Nutzerzahlen in Deutschland vor und sind vor allem für Unternehmen, die ihre Expertise in den Vordergrund stellen möchten, interessant.

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