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Weitere Verspätungen bei Intels Merced?

09.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Für Intels kommende Prozessorarchitektur "IA-64", die erstmals mit dem "Merced"-Prozessor Siliziumgestalt annehmen soll, stehen offensichtlich weitere Verzögerungen ins Haus - allerdings dieses Mal nicht so gravierende wie 1998, als der Chipriese die neue CPU gleich um sechs Monate von Ende 1999 auf Mitte 2000 verschieben mußte. Linley Gwennap, Analyst bei "Microdesign Resources" und Herausgeber des renommierten "Microprocessor Report", erklärte dazu: "Mein Quellen haben mir mitgeteilt, das erste Silizium sei ursprünglich für den 1. Juni geplant gewesen. Nun heißt es Ende August; es muß also wohl oder übel neue Verzögerungen gegeben haben." Bis dann erste Merced-Maschinen auf den Markt kommen, dürfte wenigstens ein Jahr vergehen. "Selbst ein Jahr zwischen ersten Testmustern und kompletten Systemen scheint mir bei einer komplett neuen Architektur reichlich

optmistisch", zweifelt Gwennap. Er erwartet die ersten Merced-Maschinen nicht vor dem vierten Quartal des kommenden Jahres.

Intel räumte zwar ein, daß noch einige Wochen bis zum Erscheinen der ersten Merced-Testmuster vergehen würden. Dennoch liege man generell im Zeitplan und werde Mitte 2000 mit der Volumenproduktion für die OEMs (Original Equipment Manufacturers) beginnen. "Manche Leute nehmen des Begriff ´Mitte´ etwas zu wörtlich", erklärte Ron Curry, Director of Marketing des IA-64-Bereichs.