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Weitere Manager stolpern über Backdating-Optionsskandal

27.11.2006
Im laufenden US-Börsenskandal um begünstigend umdatierte Aktienoptionen sind weitere hochrangige Manager zurückgetreten.

Gestern erklärten der CEO (Chief Executive Officer) Mark King sowie der Financhchef Warren Edwards des Outsourcing-Riesen Affiliated Computer Services (ACS) ihren Rücktritt. Beide bleiben noch bis Mitte kommenden Jahres angestellt. ACS hatte bei internen Ermittlungen festgestellt, dass King und Edwards sowie auch der frühere Firmenchef Jeffrey Rich, der bereits im September 2005 proaktiv seinen Hut genommen hatte, in einer „bedeutenden Anzahl von Fällen“ in Manipulationen von Optionsvergaben verwickelt waren.

Zurückgetreten ist auch Brinkley Morse, Senior Vice President of Corporate Development beim Tool-Spezialisten Quest Software. Er hatte sich geweigert, vor einem Untersuchungsausschuss zur Optionsvergabe des Unternehmens auszusagen. Quest hatte bereits eine Bilanzrevision für fünf Fiskaljahre wegen seiner Optionspraxis angekündigt.

Insgesamt laufen bei über 130 Unternehmen Untersuchungen bezüglich möglichen Backdatings. Mehr als 60 Manager haben deswegen bereits ihre Jobs verloren, und laut „Wall Street Journal“ dürften in den kommenden Wochen noch weitere dazukommen. (tc)