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Weitere Bilanzrevisionen bei Ariba

16.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Business-Softwareanbieter Ariba muss nach weiterer Überprüfung nun offenbar auch die Bücher für die Geschäftsjahre 2000 und 2001 sowie für die Fiskalquartale zwischen Januar 200 und Juni 2002 korrigieren. Bislang war das Unternehmen aus Sunnyvale, Kalifornien, lediglich von einen Revisionsbedarf für das am 30. September 2001 abgeschlossene Geschäftsjahr ausgegangen (Computerwoche online berichtete). Als Grund dafür hatte Ariba Ende vergangenen Jahres primär eine Zahlung von zehn Millionen Dollar genannt, die Firmengründer und Chairman Keith Krach an den damaligen President und COO (Chief Operating Officer) Larry Mueller geleistet hatte. Da Krach zugleich Hauptaktionär der Company sei, müsse die Transaktion als Kapitalzufluss für das Unternehmen

verbucht werden, hieß es damals.

Wie aus einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, ergibt sich aus für Mueller bereitgestellten Charterflügen zwischen September 2000 und Juli 2001 nun ein weiteren Korrekturbedarf in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen Dollar, da - obwohl von Krach bezahlt - auch diese Leistungen buchhalterisch als Kompensationszahlungen der Firma gewertet werden müssen. Außerdem sei man zu dem Schluss gekommen, dass die an einige Mitarbeiter ausgegebenen Aktienoptionen anstatt als Goodwill als aktienbasierte Vergütungsleistungen zu buchen seien. Der in diesem Zusammenhang festgestellte Korrekturbedarf beträgt nach eigenen Angaben 7,5 Millionen Dollar. Dabei würden die Kosten in den Geschäftsjahren 200 und 2001 um 8,7 Millionen beziehungsweise zwölf Millionen steigen, während die Aufwendungen im vergangenen Geschäftsjahr um 13,2 Millionen Dollar sinken sollen, erklärte das Unternehmen. Da es Ariba nicht möglich ist, den Jahresbericht

termingerecht abzuliefern, droht nun das Delisting von der US-Nasdaq. (mb)