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Weitere aktuelle Quartalsergebnisse

21.04.1999
TI, Real Networks, Peoplesoft, EMC, Siebel

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der texanische Halbleiterhersteller Texas Instruments (TI) hat für das erste Quartal seines laufenden Geschäftsjahres einen Nettoprofit von 233 Millionen Dollar oder 58 Cent je Anteilschein gemeldet - eine massive Verbesserung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, in dem der Gewinn bei nur elf Millionen Dollar oder drei Cent pro Aktie gelegen hatte. Damals hatte allerdings eine einmalige Belastung in Höhe von 244 Millionen Dollar durch den Ausstieg aus dem defizitären Speichergeschäft voll auf das Ergebnis durchgeschlagen. Ohne Berücksichtigung einer Sonderbelastung in Höhe von 41 Millionen Dollar aus der Konsolidierung des Japan-Geschäfts hätte der Nettogewinn von TI bei 65 Cent pro Aktie gelegen, die Analysten waren von 61 Cent ausgegangen. Nicht ganz so erfreulich verlief die Umsatzentwicklung: Die Einnahmen gingen im abgeschlossenen Quartal auf

2,04 Milliarden Dollar zurück (erstes Quartal 1998: 2,19 Milliarden Dollar). Positiv fällt allerdings das Geschäft mit digitalen Signalprozessoren (DSPs) auf, das vor allem aufgrund des weltweiten Handy-Booms um 16 Prozent wuchs.

Streaming-Media-Spezialist Real Networks hat wie die meisten Internet-Companies noch keine müde Mark verdient, scheint aber zumindest auf dem besten Wege zum Break-even. Das Unternehmen meldete für sein abgeschlossenes erstes Quartal ein Minus von 736 000 Dollar oder zwei Cent pro Aktie. Die Analysten hatten mit drei Cent gerechnet. Ein Jahr zuvor war der Pro-forma-Verlust mit 2,2 Millionen Dollar oder sieben Cent je Anteilschein noch deutlich höher ausgefallen. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Dreimonatszeitraum um 88 Prozent auf 23,5 Millionen Dollar (erstes Quartal 1998: 12,5 Millionen Dollar). Darüber hinaus kündigte Real Networks einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu zwei an. Die Real-Aktie stieg nach Bekanntwerden des Ergebnisses um mehr als 50 auf gut 181 Dollar.

Die SAP ist mit ihrem Nullwachstum beim Gewinn anscheinend wirklich glimpflich davongekommen. Die Konkurrenz von Peoplesoft, die jüngst bereits eine entsprechende Gewinnwarnung ausgesprochen hatte, erreichte im ersten Quartal ihres Finanzjahres 1999 einen Gewinn aus dem operativen Geschäft von 7,6 Millionen Dollar oder drei Cent pro Aktie. Das bedeutet einen Rückgang um 78 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (33,8 Millionen Gewinn). Immerhin: Die Analysten hatten mittlerweile nur noch mit zwei Cent je Anteilschein gerechnet. Der Umsatz von Peoplesoft stieg gegenüber dem ersten Quartal 1998 (277,7 Millionen Dollar) um zehn Prozent auf heuer 305,4 Millionen Dollar.

Speicherspezialist EMC konnte im ersten Quartal seines Geschäftsjahres wie gewohnt Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Das Unternehmen von CEO (Chief Executive Officer) Michael Ruettgers meldete einen Nettoprofit von 221 Millionen Dollar oder 41 Cent pro Aktie, ein Cent über den Erwartungen der Finanzwelt. Das entspricht einem Plus von 51 Prozent gegenüber den 146 Millionen Dollar oder 28 Cent je Anteilschein aus dem ersten Quartal 1998. Die Einnahmen von EMC stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (828 Millionen Dollar) um 36 Prozent auf 1,13 Milliarden Dollar. Damit liefert EMC mittlerweile im achten Quartal in Folge bei Umsatz und Gewinn einen Zuwachs von mehr als 30 Prozent.

Einen überraschenden Umsatzsprung vermeldete der Front-Office-Spezialist Siebel Systems: Die Einnahmen im ersten Quartal stiegen gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres 1998 (74,2 Millionen Dollar) um 81 Prozent auf 134,1 Millionen Dollar. Auch beim Profit ging es für Siebel merklich aufwärts. Das Unternehmen meldete einen Nettogewinn von 21,3 Millionen Dollar oder 20 Cent je Aktie, mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor (9,7 Millionen Dollar oder zehn Cent pro Anteilschein). Die Analysten hatten lediglich einen Profit von 15 Cent pro Aktie prognostiziert.