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Wegen falscher Rechnungen: PacBell muss Strafe zahlen

05.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische Telekommunikationriese SBC Pacific Bell hat in den vergangenen drei Jahren zig Tausende von Kunden fälschlicherweise für die Nutzung der Internet-Zugangstechnik DSL (Digital Subscriber Line) zur Kasse gebeten, so ein Bericht des "Wall Street Journal". Einige der Kunden hätten den Service längst abbestellt, andere ihn noch gar nicht in Anspruch genommen und wieder andere nicht einmal eine Bestellung aufgegeben, sondern nur Interesse bekundet. "Ich besaß damals überhaupt keinen Computer", zitiert das Wirschaftblatt eine PacBell-Geschädigte aus San Diego.

In einem außergerichtlichen Schlichtungsverfahren gelobte der Telekommunikationskonzern jetzt Besserung. Er habe bereits ein neues, mit 100 Mitarbeitern ausgestattetes "DSL Billing Center" installiert. Zudem erklärte sich der Carrier gegnüber den staatlichen Regulatoren bereit, Buße zu tun: Er will 27 Millionen Dollar Strafe an die Staatskasse zahlen. Für diese bedeutet PacBell augenscheinlich eine munter sprudelnde Einkommensquelle. Im vergangen Jahr hatte das Unternehmen bereits 25,6 Millionen Dollar wegen irreführenden Marketings entrichten müssen. (qua)