Ratgeber Energieverbrauch

Weg mit den Stromfressern im PC!

Klaus Hauptfleisch ist freier Journalist in München.
Netzteile, CPUs und Grafikkarten treiben den Stromverbrauch von Arbeitsplatz-PCs in die Höhe. Dabei gibt es längst sparsame Alternativen.

Green IT ist in aller Munde und bei vielen Hardware- und Softwarehersteller heute mehr als nur ein Versprechen. Großunternehmen fordern energiesparende Systeme, und auch viele private PC-Käufer achten mittlerweile auf den Stromverbrauch und die Umweltfreundlichkeit. Andererseits wartet die Industrie mit immer mehr neuen Gimmicks auf, wie zuletzt mit dem Hypethema 3D, das unter anderem erheblich mehr Prozessor- und Grafikleistung erfordert. In der klassischen Unternehmens-IT sind solche Features indes kaum gefragt. Im Gegenteil: IT-Verantwortliche werden sich hüten, ihre Mitarbeiter mit derlei Spielereien oder gar mit einem High-End-Gaming-PC zu "beglücken". Spezialanwendungen wie 3D-CAD/CAM oder Spieleentwicklung sind natürlich ausgenommen.

So wie mancher Privatnutzer selbst zum Schraubenzieher greift, um sich einen PC zusammenzuzimmern, lassen viele Unternehmen ihre Rechner heute nach dem Prinzip Built-to-Order (BTO) assemblieren. Beim Kauf von der Stange sind die Einflussmöglichkeiten auf die verbauten Komponenten natürlich begrenzt. Selbst die von Energy Star gemäß der neuen strengen 5.0-Richtlinien veröffentlichten umfangreichen Listen für Arbeitsplatzrechner und andere stromsparende Geräte geben abgesehen von den geforderten 80-Plus-Bronze-Netzteilen und den ungefähren Bezeichnungen der Prozessoren nur bedingt Aufschluss über die verbauten Komponenten (siehe auch: So finden das richtige Netzteil).