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Webvans hören auf zu rollen

09.07.2001
Die 1999 gegründete Dotcom Webvan ist pleite. Am heutigen Montag meldete der US-Online-Lebensmittelhändler Konkurs an und entließ 2000 Mitarbeiter.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dem vor wenigen Jahren mit viel Furore gestartete Online-Lebensmittelhändler Webvan ist endgültig die Puste ausgegangen: Am heutigen Montag stellte die Dotcom ihr Geschäft ein und will nach eigenen Angaben Gläubigerschutz nach dem US-Konkursrecht beantragen. Der Mitte 1999 gestartete Online-Händler, der nie die Gewinnzone erreichte, entlässt alle 2000 Mitarbeiter. Webvan zählte zuletzt 750.000 aktive Kunden in San Franzisko, Los Angeles, Orange County, San Diego, Seattle, Chikago und Portland.

Der Fernsehsender KTVU-Channel 2 in San Franzisko zeigte schon in der vergangenen Woche, wie Webvan-Mitarbeiter das Warenlager im kalifornischen Oakland mitsamt ihren persönlichen Sachen verließen. Die Website des Lebensmittelanbieters ist inzwischen nicht mehr erreichbar.

Bereits im April 2001 hatte George Shaheen das Handtuch als Chief Executive Officer (CEO) geworfen (Computerwoche online berichtete). Der Old-Economy-Veteran hatte die Geschäftswelt 1999 mit seinem Wechsel zu dem jungen Startup verblüfft. Zuvor war Shaheen über 30 Jahre lang bei der Beratungsgesellschaft Andersen Consulting (jetzt Accenture) tätig gewesen, zuletzt als Unternehmenschef.