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Webbys für Al Gore, Google und Mercedes-Benz USA

03.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der frühere US-Vizepräsident Al Gore, die Suchmaschine Google, und Mercedes-Benz USA sind Gewinner der diesjährigen Internet-Preise "Webby-Awards". Sie wurden am Dienstagvormittag (Ortszeit) in New York bekannt gegeben. Der einzige deutsche Kandidat ging leer aus. Die Webseite www.carstuckgirls.com aus Aachen war in der Kategorie "Sonderbares" nominiert gewesen. Insgesamt wurden Kandidaten in 60 Kategorien geehrt, doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Die Nominierungen kamen aus weltweit 40 Ländern und allen 50 US-Staaten.

Al Gore bekommt einen Webby für sein Lebenswerk: Damit soll die zentrale Rolle geehrt werden, die der demokratische Politiker in den vergangenen drei Jahrzehnten bei der Entwicklung des Internets gespielt habe, hieß es in einer Presseerklärung. Zur "Webby-Person des Jahres" wurde Craig Newmark, der Gründer des Internet-Börse www.craigslist.com, gekürt. Die britische Band Kleptones (www.kleptones.com) sind "Webby-Künstler des Jahres", weil sie neue Methoden zur Online-Distribution von Musik voran getrieben haben. Starkoch Jamie Olivier setzte sich in der Kategorie "Celebrity/Fan" gegen die Seiten von Hollywood-Schauspieler Bruce Willis, die Muppets und Komiker Adam Sandler durch.

Neben populären Seiten wie Mode, Film und Politik wurden auch Gewinner für die Kategorien "Blog", "Schönheit", "Immobilien" und "Soziale Kontakte" ermittelt. Eine der vielen Preise, die von den Internetnutzern gewählt wurden, ging an www.bookcrossing.com. Die Webseite organisiert es, Bücher an einem öffentlichen Platz zu finden und weiterzugeben. Neben den Juroren gaben 200.000 Benutzer aus der ganzen Welt ihre Stimmen ab.

Die Webby Awards werden zum 9. Mal von der "Academy of Digital Arts and Sciences" vergeben, einer internationalen Organisation mit Prominenten wie Musiker David Bowie, Oracle-Chef Larry Ellison, "Simpsons"-Erfinder Matt Groening und Modedesigner Max Azria. Die Preise selbst werden am 6. Juni bei einem Gala-Abend zum ersten Mal in New York überreicht. Bisher hatte der Event immer in San Francisco stattgefunden. Die Veranstalter erwarten zahlreiche Ehrengäste aus Medien, Werbung, Business, Technologie, Entertainment, Politik und Kunst. Auch Vint Cerf, der "Vater des Internets", will dabei sein. (dpa/tc)