Open-Source- und Linux-Rückblick für KW 17

Web-Analyse Piwik 2.2 mit diversen Verbesserungen

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Entwickler der freien Web-Analyse-Software Piwik haben Version 2.2 veröffentlicht. Unter anderem gibt es Verbesserungen bei Security und Performance.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux in Kalenderwoche 17. Debian GNU/Linux 6.0 "Squeeze" ist nun offizielle eine LTS-Version.

Ab sofort steht eine Veröffentlichungs-Kandidat von Red Hat Enterprise Linux 7 zum Testen bereit. Google Web Designer ist ab sofort für Linux verfügbar. Ubuntu 14.10 ist getauft.

Piwik 2.2

Piwik 2.2.0 istlaut offizieller Ankündigungals wichtiges Update eingestuft. Die Entwickler empfehlen allen Anwendern, so bald wie möglich zu aktualisieren.

Piwik 2.2 bringt Verbesserungen im Hinblick auf Design, Performance und Security mit sich. Zum Beispiel sind im Dashboard die Symbole für die Graphen per Standard verborgen und lassen sich mit einem Klick aktivieren. Als neue Funktion ist Event Tracking hinzugekommen. Wie das funktioniert, finden Sie in derOnline-Dokumentationder Software.

In Sachen Security haben die Entwickler zwei Probleme hinsichtlich XSS (Cross-Site Scripting) ausgebessert.

Debian GNU/Linux 6 mit Langzeitunterstützung

Eigentlich wäre der Support für Debian GNU/Linux 6.0 "Squeeze" am 31. May 2014 ausgelaufen. Es gibt aberlaut Aussageder Entwickler einige Firmen und andere, die gerne eine erweiterte Unterstützung sehen. Aus diesem Grund erweitern die Entwickler den Support für Debian GNU/Linux 6 bis Februar 2016.

Squeeze ist damit offiziell eine LTS-Version und erhält ab dem Ausgabedatum fünf Jahre Support. Dies gilt allerdings nur für die Architekturen i386 und amd64. Anwender anderer Architekturen sollten möglichst bald auf Debian GNU/Linux 7.0 "Wheezy" aktualisieren.

Weiterhin wird es einige Pakete geben, die selbst in der LTS-Version nicht weiter gepflegt werden. Die Entwickler wollen ein Tools zur Verfügung stellen, um diese Pakete ausfindig zu machen. Die LTS-Version wird nicht vom Debian-Security-Team gepflegt, sondern eine Gruppe aus Freiwilligen und Unternehmen wird sich der Sache annehmen.

Red Hat Enterprise Linux 7 RC

Anwender von RHEL können ab sofort eien genauen Blick auf die kommende Version der Linux-Distribution werfen. Der Veröffentlichungs-Kandidat spiegelt fast die finale Version wieder.

Lauteigenen Angabenwurde das Betriebssystem spezielle für die Open Hybrid Cloud entwickelt. Man hat sich das Feedback der Tester während der Beta-Phase zu Herzen genommen und Verbesserungs-Vorschläge und Wünsche entsprechend einfließen lassen. Wer Red Hat Enterprise Linux 7 RC testen möchte, kann sich ein ISO-Abbild vonRed Hats FTP-Server herunterladen.

Google Web Designer für Linux

Google Web Designersoll bei der Erstellung interaktiver HTML5-Komponenten helfen. Ab sofort gibt es eine Beta-Version für alle großen Distributionen: Ubuntu, Debian, openSUSE und Fedora. Bisher gab es die Software lediglich für Mac OS X 10.7 und höger und Windows 7 und höher.

Ubuntu 14.10 hat einen Namen

Nach der Ausgabe von Ubuntu 14.04 LTS "Trusty Tahr", machen sich die Entwickler an die nächste Ubuntu-Version. Diese wird keine LTS-Version sein, braucht aber traditionell einen Code-Namen. Mark Shuttleworth hat in seinemBlog verlauten lassen, dass Ubuntu 14.10 "Utopic Unicorn" heißen wird. Diese Ubuntu-Ausgabe wird laut Zeitplan im Oktober 2014 das Licht der Welt erblicken.