Web 2.0 stellt Unternehmen auf die Probe

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Das Platzen der Dotcom-Blase hat die Weiterentwicklung des Internets nicht gestoppt. Tradierte Geschäftsmodelle und Werbeformate verschwinden im Zeitraffer.

Marketingbegriff, technische Evolution, kollektive Intelligenz - vieles wird dem Begriff Web 2.0 nachgesagt, seitdem er Ende 2004 auf einer Konferenz des Verlegers Tim O’Reilly geprägt wurde.

Hier lesen Sie …

  • wofür Web 2.0 steht;

  • warum es wichtig für Unternehmen ist;

  • wie sich neue Techniken und Werbekonzepte nutzen lassen.

Täglich entstehen mehr kollaborative Anwendungen, über die sich Web-Nutzer selbst organisieren.
Täglich entstehen mehr kollaborative Anwendungen, über die sich Web-Nutzer selbst organisieren.

Web 2.0 steht für eine stärkere und vor allem individuelle Vernetzung von Menschen(gruppen) und Informationen als sie bisherige Websites, Chat-Foren oder E-Mail geboten haben. Höhere Bandbreiten, günstige und einfach zu nutzende Techniken wie Atom, Ajax, RSS, Wikis, XML oder Tagging (Klassifizierung von Inhalten und Sites über Metadaten), Trackback, Suchmaschinen wie Technorati oder Feedster sowie bisherige Open-Source-Software schaffen die Grundlage für neuartige Web-Plattformen.

Kreativität ist der Schlüssel

Es ist vor allem die kreative und gezielte Nutzung dieser Techniken für bestimmte Aufgaben oder Interessengruppen im Web, die ihre Popularität ausmachen. Web-2.0-Plattformen wie Flickr (Bilderaustausch), Delicious (Social Bookmarks), Wikipedia (Enzyklopädie), Myspace (interaktives Internetportal) oder Youtube (Video-Sharing) sowie unzählbare Blogs und soziale Netzwerke machen es vor: Wissen und Daten werden zunehmend außerhalb des PCs verwaltet und über diese Web-Plattformen selbst organisiert, bewertet und miteinander geteilt. Kollaborative Projekte wie Linux und File-Sharing-Sites wie Napster bereiteten den Weg. Je mehr mitmachen, desto schneller potenziert sich das Wissen und die Qualität und Relevanz der Inhalte für den Einzelnen, besagt die Theorie. Der alte Traum vom Web als sozialen Lebensraum scheint sich zu erfüllen: "We are the Web", lautet eine alte Parole.