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Web-2.0-Site Kiko verscherbelt sich bei Ebay

17.08.2006
Wer 50.000 Dollar übrig hat, kann bei Ebay den Web-Kalender Kiko.com erstehen - sofern niemand mehr bietet.

Die Betreiber der Kiko-Site möchten mehr Zeit haben, um sich anderen Vorhaben zu widmen. "Wir haben ein neues Projekt im Sinn, bei dem wir einfach nicht länger warten möchten", begründen die Kiko-Macher ihr Ebay-Angebot. Interessenten können noch bei 49.999,99 Dollar in den Bieterwettstreit eintreten. Zu erstehen sind der Domain-Name, der Web-Hosting-Vertrag und das geistige Eigentum, das mit der Site verbunden ist - inklusive Copyrights.

Kiko.com leidet unter einem Überangebot an konkurrierenden Online-Kalendern. Mit Web-2.0-Techniken lassen sich zwar schnell neue Geschäftsideen realisieren, doch Konkurrenten haben es sehr leicht, diese Ideen aufzunehmen. Außerdem ist Google mit seiner Kalendersoftware in den Ring gestiegen - für Kiko & Co. ein ernstes Problem.

Die Ajax-basierende Site basiert auf Open-Source-Techniken wie Ruby on Rails und der quelloffenen Datenbank PostgreSQL. Sie kann mit einfachen Mitteln an individuelle Kalenderanforderungen angepasst und mit Content-Management- oder Email-Systemen verknüpft werden. Dem Käufer bietet Kiko an, gegen eine Reiskostenerstattung einige Entwickler für fünf Wochentage vorbeizuschicken, um die Software in die gewünschte Umgebung zu integrieren. (hv)