Neue Strukturen durch virtuelle Systeme

Was Virtualisierung für IT-Profis bedeutet

12.06.2008
Von Dennis Zimmer
Virtuelle Server sind in vielen Rechenzentren Realität. Für Berater, Administratoren und Netzplaner bringen sie neue Aufgaben mit sich.
Heinz Sedelky, Mightycare Solutions: "Mittelständische Kunden erwarten von den Beratern, dass sie den Umgang mit der komplexen IT-Infrastruktur schnell vermitteln."
Heinz Sedelky, Mightycare Solutions: "Mittelständische Kunden erwarten von den Beratern, dass sie den Umgang mit der komplexen IT-Infrastruktur schnell vermitteln."

Heinz Sedelky arbeitet als kaufmännischer Geschäftsführer für die Mightycare Solutions GmbH im hessischen Nidderau. Dass das Hype-Thema Virtualisierung nach den großen auch die mittelständischen Unternehmen erreicht hat, wirkt sich unmittelbar auf seine Arbeit aus. Der Bedarf an Beratung ist größer geworden, die Anforderungen der Kunden auch, erklärt Sedelky: "Mittelständler achten sehr genau darauf, ob und in welchem Umfang eine Virtualisierungsstrategie in der Produktion sinnvoll ist. Verwaltbarkeit und Einfluss auf die bestehende Infrastruktur sind dabei die wichtigsten Themen. Für die Berater heißt das, die interne IT auf den Stand der Technik zu heben und den Umgang mit der komplexeren IT-Infrastruktur möglichst schnell zu lehren." Dafür bräuchten sie mehr Wissen und Erfahrung.

Auch Administratoren und Systemplaner in den Anwenderunternehmen müssen sich im Zuge der Virtualisierung nicht nur auf neue Hardware und Software einstellen. Vielmehr beginnen die Grenzen zwischen den Tätigkeitsfeldern zu verschwimmen, was auch die Organisation innerhalb des Unternehmens betrifft.

Virtualisierte Systeme lassen sich mittlerweile nicht mehr einfach von der Infrastruktur trennen, ihre Technologie enthält einen Teil davon. Auch wenn sich virtuelle Systeme zwischen den physikalischen Systemen ohne Ausfall migrieren lassen, kann man ohne Einblick in die Virtualisierungsschicht nicht sagen, welches System in diesem Moment auf welchem physischen Gerät betrieben wird. Der Weg ins Rechenzentrum ohne vorherige Administration der Virtualisierungssoftware führt daher sehr oft ins Leere.

Um virtuelle Umgebungen optimal betreiben zu können, benötigen Administratoren Einblick in Storage- und Netzwerkkomponenten. Grenzt man die Tätigkeitsfelder zu sehr ab, verlangsamt das die Prozesse. Da sich die Administratoren zusätzliche Informationen beschaffen müssen, können Verzögerungen entstehen.