Tipps für die kurzfristige Bewerbung

Was tun nach der Kündigung?

01.02.2013 | von Karen Funk (Redakteurin) 
Karen Funk
Schreibt und bearbeitet Karrierethemen - sowohl für die Website als auch für das Heft der COMPUTERWOCHE. IT-Arbeitsmarkt, Recruiting, Freiberufler, Aus- und Weiterbildung, IT-Gehälter, Work-Life-Balance, Employer Branding und und und.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Hofft auf mehr Frauen in der IT.
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Wer unerwartet die Kündigung erhält, hat neben der Schockbewältigung auf einmal auch viel Organisatorisches zu erledigen.
Bei einer Kündigung sollten Betroffene schnell ihre Bewerbungsunterlagen vervollständigen.
Bei einer Kündigung sollten Betroffene schnell ihre Bewerbungsunterlagen vervollständigen.
Foto: Foto.fritz/Fotolia.com

Denn um an einen neuen Job zu kommen, müssen zunächst einmal die teils länger in der Schublade schlummernden Bewerbungsunterlagen auf Vordermann gebracht werden. Zudem gilt es, sich wieder aktiv in den Arbeitsmarkt einzuschalten, Kontakte zu knüpfen und sein Netzwerk zu mobilisieren. Wer sich kurzfristig bewerben muss, dem rät die Personalberaterin Birgit Zimmer-Wagner von Bewerber Consult, sich ganz gezielt um folgende Punkte zu kümmern:

1. Komplettieren Sie Ihre Unterlagen!

Dazu gehört vor allem eine Kurzbeschreibung Ihres letzten Jobs. Der Lebenslauf muss aktualisiert und das berufliche Profil überarbeitet werden. Vergessen Sie auch nicht, ein neues Bewerbungsfoto anfertigen zu lassen, vor allem wenn das alte bereits mehrere Jahre alt ist.

Aufwändig in der Beschaffung, aber wichtig: Komplettieren Sie Ihre Arbeitszeugnisse und besorgen sich Referenzen. Dazu sprechen Sie am besten wichtige Kontakte aus Ihrer aktuellen/letzten Anstellung an.

2. Nicht wegducken!

Gehen Sie aktiv mit der neuen (Kündigungs-)Situation um, das heißt: Verhandeln Sie den Aufhebungsvertrag aktiv, binden Sie externe Partner mit ein und aktivieren Sie Ihr Netzwerk!


3. Think positive!

Wichtig für Ihre Motivation ist es, eine positive persönliche Perspektive zu entwickeln, damit es mit einem neuen Job klappt. Erstellen Sie eine Jobbilanz, überlegen Sie alternative Beschäftigungsfelder oder komplett neue Perspektiven wie etwa Freiberuflichkeit, einen Branchenwechsel oder Standortwechsel.

4. Wünsche und Grenzen

Legen Sie Ihre persönlichen Wünsche, aber auch Ihre Schmerzgrenze für den neuen Job fest, vor allem in punkto Gehalt, Mobilität, Arbeitsbelastung, Ausgestaltung des Jobs (Stichwort: Familie und Partner beziehungsweise Work-Life-Balance).

5. Melden Sie sich!

Melden Sie sich rechtzeitig „arbeitslos/Arbeit suchend“. Recherchieren Sie Weiterbildungen (Stichwort „Bildungsgutschein“) etwa bei www.kursnet.de) und verhandeln Sie aktiv mit den Arbeitsvermittlern der Bundesagentur für Arbeit. Akademiker können zudem mit dem „Team akademische Berufe“ der Bundesagentur für Arbeit Kontakt aufnehmen.

6. Jobmarkt anvisieren

Auf der Suche nach dem neuen Job, tragen Sie sich in Jobbörsen ein und beachten Sie auch den so genannten verdeckten Stellenmarkt (Stellen, die zwar vakant, aber offiziell nicht ausgeschrieben sind). Nutzen Sie Ihr privates Netzwerk, bewerben Sie sich initiativ und trauen Sie sich, auch ungewöhnliche Wege einzuschlagen.

7. Next Steps

Erstellen Sie sich einen konkreten persönlichen „to-do“-Plan – am besten, wenn Sie noch in Ihrem alten Job sind. Das strukturiert die Zeit danach, gibt Ihnen die nächsten Schritte vor und kann dabei helfen, das psychische Loch nach dem Jobverlust schneller zu überwinden.

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