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Was Sie schon immer über Käufer wissen wollten...

08.11.2005
Zwei Studien aus den USA und aus Großbritannien haben ans Tageslicht befördert, was nicht überraschen kann: Käufer von technischen Produkten wollen, dass diese einfach zu bedienen sind, einen guten Kundenservice bieten und den Benutzer bei der Installation nicht in die Krise stürzen. Außerdem ist vielen Käufern völlig egal, ob neue Handy-Generationen technische Finessen aufweisen.

Beide Untersuchungen hat Harris Interactive in den USA und in Großbritannien abgehalten. Harris ist ein Marktforschungsunternehmen mit Sitz in Rochester im US-Bundesstaat New York.

Die Untersuchung, die Harris zur Nutzung von Technologie in den USA mit 1174 Erwachsenen vornahm, zeigt, dass die Befragten ein entspanntes Verhältnis zu neuen Produkten haben und durchaus nicht jedem Hype hinterher laufen. So antwortete über die Hälfte (54 Prozent) der Befragten, so lange neue Technologien oder Produkte funktionieren und einen angemessenen Preis hätten, würde man deren Kauf bedenken. Weitere 31 Prozent wollen sich erst genau über eine neue Errungenschaft informieren, bevor sie diese tatsächlich erwerben. Nur 14 Prozent der Befragten ist der Meinung, dass neue Technologien in der Regel eine Verbesserung darstellen.

Bei der Frage, welche Produkte die befragten US-Amerikaner in den kommenden sechs Monaten zu kaufen gedenken, lagen mit jeweils 13 Prozent Computer und Drucker für den Heimgebrauch vor Fernseh- und Heimkinoausstattungen (elf Prozent). Spielekonsolen und Audiogeräte rangierten unter ferner liefen.

Bei den Mobilgeräten können Handys (17 Prozent), Kameras (14 Prozent) und Laptops (zehn Prozent) ein vergleichsweise spürbares Kaufinteresse schüren. PDAs (vier Prozent), Spielesysteme oder Vidoegeräte (jeweils ein Prozent der Nennungen) landeten weit abgeschlagen in der Gunst der potenziellen Käufer.

Für den Erwerb von technischer Gerätschaft ist dessen leichte Bedienbarkeit absolut entscheidend. Fast zwei Drittel aller Befragten (61 Prozent) äußerten sich so. Kundenservice (58 Prozent) und die problemlose Installation (57 Prozent) sind weitere wichtige Argumente für den Kauf eines Produkts.

Eine Untersuchung bei 2104 Befragten in Großbritannien im Alter ab 16 Jahren zu den Nutzungsgewohnheiten von Mobiltelefonen brachte ebenfalls Erstaunliches ans Licht. Danach besitzen die meisten Handynutzer kein Telefon der dritten Generation (3G). Je nach Provider (O2, Orange, T-Mobile, Vodafone und Virgin) schwankte die Rate der 3G-Nutzer zwischen vier und maximal acht Prozent. Nur die Kunden des neuen 3G-Video-Netzproviders 3 (ehemals Hutchinson 3G) nutzen bereits zu 86 Prozent die 3G-Handytechnik.

76 Prozent aller Befragten, die kein 3G-Handy besitzen, sagten, sie würden mit ihrem Mobiltelefon nur telefonieren. Und auch unter den befragten 3G-Handyinhabern (266 Antworten) gaben immer noch 59 Prozent an, sie würden die mit den neuen Übertragungstechniken möglichen Dienste nicht nutzen, sondern nur für Telefonate. Und immerhin 44 Prozent aller Käufer eines Mobiltelefons der dritten Generation gaben an, ihnen seien die neuen technischen Möglichkeiten ihrer Geräte völlig egal. (jm)