Was macht eigentlich ein IT Security Coordinator?

06.09.2005
Durch eine unabhängige Zertifizierung erhöhen Sicherheitsexperten ihre Jobchancen.

Der IT Security Coordinator gehört in die Gruppe der so genannten Solution Developer, die IT-Lösungen für spezielle Anwendungsgebiete wie Logistik, Marketing und Sicherheit konzipieren.

Unternehmen müssen unterschiedlichste Schutzmechanismen wie Firewalls, Intrusion- Detection-Systeme (IDS) oder auch Zugriffsregelungen aufeinander abstimmen und das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter schärfen. Dazu wurde das Profil des IT Security Coordinator entwickelt: Er ist für die Sicherheit der IT-Infrastruktur auf Software-, System- und Netzebene sowie für den Datenschutz zuständig. Dementsprechend konzipiert er Sicherheitslösungen nach den geltenden technischen Standards, Vorschriften und Gesetzen und kümmert sich um ihre Einführung.

Marcello Bellini qualifizierte sich zum IT Security Coordinator.
Marcello Bellini qualifizierte sich zum IT Security Coordinator.

Ist ein entsprechendes System bereits vorhanden, zeichnet er für dessen Aufrechterhaltung verantwortlich. Der IT Security Coordinator arbeitet mit Fachkräften verschiedener Unternehmensbereiche und -ebenen, dem Betriebsrat und dem zuständigen Administrator zusammen. Er wird nicht als externer Dienstleister hinzugezogen, sondern ist im Unternehmen selbst beschäftigt und repräsentiert dieses in Fragen der IT-Sicherheit nach außen - sowohl beim Outsourcing als auch bei jeglicher Anbindung von Partnern oder Unternehmensteilen. Eine weitere Aufgabe des IT Security Coordinators ist die Schulung der Mitarbeiter in IT-Sicherheitsfragen.

Am Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht wird Datensicherheit groß geschrieben, denn das Institut verarbeitet unter anderem Informationen von der Staatsanwaltschaft und der Polizei. "Wir müssen einen hohen Sicherheitsstandard gewährleisten, deshalb haben wir uns dazu entschlossen, einen unserer IT-Mitarbeiter zum IT Security Coordinator weiterbilden zu lassen", so Jochen Jähnke, Leiter der IT-Abteilung. "Die arbeitsprozessorientierte IT-Weiterbildung, also das Lernen am Arbeitsplatz, schien uns ideal, da so für den Arbeitgeber kaum Ausfallzeiten entstehen."

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