Funktionen und Anforderungen bei Apps

Was kostet eine App?

04.08.2015
Von Udo  Trappe
Apps - die kleinen mobilen Programme gehören in nahezu allen Anwendungsbereichen zum Alltag. Aber kaum jemand, weiß was so eine App denjenigen kostet, der sie in Auftrag gibt.

Tatsächlich glauben nicht wenige Marketingleiter, so eine "kleine App" sei für ein paar hundert Euro zu haben - und fallen aus allen Wolken, wenn sie das Angebot des Dienstleisters lesen. Denn auch mitten im digitalen Zeitalter fällt es oft schwer sich vorzustellen, dass die Entwicklung von nicht-fassbaren Produkten wie Apps sehr viel Arbeit und Aufwand bedeuten.

In jeder App stecken zahlreiche Funktionalitäten und Kostenfaktoren, die man ihr auf den ersten Blick nicht ansieht.
In jeder App stecken zahlreiche Funktionalitäten und Kostenfaktoren, die man ihr auf den ersten Blick nicht ansieht.
Foto: Mopic, Fotolia.com

Höchste Zeit also, für mehr Transparenz zu sorgen: Was kostet eine App denn nun? Die unvermeidliche Antwort lautet "Kommt darauf an" - und zwar auf eine Vielzahl von Faktoren, von der technischen Komplexität bis zu den Anforderungen ans Design.

Dennoch gibt es Erfahrungswerte, die einen ersten Anhaltspunkt geben, mit welchen Kosten der Auftraggeber einer App rechnen sollte.

Kosten für eine App (Quelle: iBusiness Honorarleitfaden)

Minimum

Durchschnitt

Maximum

Einfache App

760 Euro

16.500 Euro

97.000 Euro

Durchschnittliche App

2450 Euro

23.000 Euro

105.000 Euro

Komplexe App

6000 Euro

79.000 Euro

520.000 Euro

Doch was bedeuten die Einteilungen in "einfach", "durchschnittlich" und "komplex" - und wie kann ein Auftraggeber schon vor der Beauftragung abschätzen, ob die gewünschte App ins Budget passt?

Dafür sollte er im Vorfeld folgende Fragen klären:

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Auf welchen Betriebssystemen soll die App genutzt werden? Klar, die App soll auf Smartphones laufen. Aber auf wirklich allen? Die Frage, für welche Betriebssysteme die App entwickelt wird, ist ein wesentlicher Kostenfaktor. Üblicherweise sollte eine App heute für iOS (Apple) und Android (Google) optimiert sein. Wer aber möchte, dass die App auch auf dem weniger verbreiteten Windows Phone (Microsoft) läuft, oder gar auf dem Blackberry, der muss tiefer in die Tasche greifen. Jedenfalls, wenn er Wert legt auf eine native App.

Native App, Hybrid App oder Web App? Die native App wird speziell für die jeweilige Plattform - also iOS, Android und Co. - entwickelt und programmiert. Der Vorteil: Sie ist optimal auf die entsprechenden Geräte abgestimmt und läuft auch bei komplexen Funktionalitäten besonders zuverlässig. Der Nachteil: Die Entwicklungskosten können, je nach Komplexität der App, sehr hoch sein.

Deutlich günstiger ist die Hybrid App. Sie ist eine plattformübergreifende App und läuft auf den meisten Endgeräten. Das kann sie, weil sie mithilfe von Frameworks programmiert wird, also mit einer Technik und einer Programmiersprache, die für alle Geräte passt. Die Hybrid App ist schnell und günstig umsetzbar und optimal für einfachere Anwendungen, die keine komplexen Funktionalitäten brauchen.

Die günstigste Variante ist die Web App. Streng genommen ist sie gar keine App, sondern eine HTML-Website, die aber speziell für mobile Endgeräte entwickelt wurde. Obwohl webbasiert, hat sie die Anmutung einer nativen App. Eine Web App ist empfehlenswert, wenn beispielsweise redaktionelle Inhalte häufig aktualisiert werden müssen und es keiner komplexen Funktionen bedarf. Der Nachteil: Sie läuft nur, wenn das Gerät mit dem Internet verbunden ist.

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hirnwuehler

Fazit: Umsonst ist nur der Tod, aber der kostet zumindest mal das Leben...
Bleibt nur zu hoffen das die "Wischbegeisterten" Kompetenzsimulanten das mal irgendwann auch merken!

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