Das Leben nach der IT

Was IT-Pioniere heute tun

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Sie haben Unternehmen wie SAP oder Intershop gegründet oder Firmen wie HP geführt. Doch was machen Gründer und Top-Manager im Ruhestand? Wir haben nachgespürt.
(Foto: Max Lell/Fotolia.com)
(Foto: Max Lell/Fotolia.com)

Sie haben Millionen verdient, aber auch für ihren Job oder ihr Unternehmen alles gegeben. Wenn sich Top-Manager oder Gründer aus dem aktiven Geschäft zurückziehen, ist der Abschied oft ein großer Einschnitt. Ruhestand ist für viele von ihnen ein Begriff, den sie nicht im üblichen Wortsinn verstehen. Sie bleiben aktiv und engagiert, wenn auch nicht mehr direkt in einem IT-Unternehmen. Wir haben Gründerpionieren und bekannten IT-Managern nachgespürt und erfahren, womit sie sich heute beschäftigen.

Wo ist eigentlich... Klaus Tschira, SAP-Gründer?

Er ist der Vater der Programmiersprache Abap und Mitgründer von Europas größtem Softwarehaus. Tschira studierte Physik an der Technischen Hochschule (heute: Universität) Karlsruhe. Danach begann er als Systemberater bei IBM, wo er sechs Jahre bis 1972 blieb.Im gleichen Jahr machte er sich in Weinheim nahe Heidelberg mit den weiteren IBM-Kollegen Dietmar Hopp, Claus Wellenreuther, Hans-Werner Hector und Hasso Plattner mit der Firma für Systemanalyse und Programmentwicklung (SAP) selbständig. Es wurde die erfolgreichste deutsche Unternehmensgründung nach dem Zweiten Weltkrieg.

SAP-Gründer Klaus Tschira schaut heute gern in die Sterne.
SAP-Gründer Klaus Tschira schaut heute gern in die Sterne.
Foto: SAP

1998 verabschiedete Tschira sich in den Aufsichtsrat und schied dann 2007 endgültig aus dem Unternehmen aus. 2005 gründete er die Klaus-Tschira-Stiftung GmbH (KTS), die zu den größten gemeinnützigen Stiftungen aus privaten Mitteln in Europa zählt. Sie verfolgt das ehrgeizige Ziel, "das Ansehen der Naturwissenschaften Mathematik und Informatik in der Bevölkerung zu heben", und soll Impulse geben für innovatives Denken. 2007 förderte die Stiftung Projekte mit über 19 Millionen Euro.

Der Förderer führt die Geschäfte in einer schön restaurierten Villa in Heidelberg hoch über dem Neckar. Sie gehörte früher Karl Bosch, dem Chemie-Nobelpreisträger von 1931 und BASF-Vorstandsvorsitzenden.Tschira ist Hobbyastronom und unterstützt entsprechende Projekte. Als Dank hat der Bonner Wissenschaftler Michael Geffert einen Asteroiden nach dem SAP-Gründer benannt.

IT-Pioniere: Ruhestand ist ein Fremdwort

Und was machen eigentlich Klaus Ploenzke, Eberhard Färber, Jörg Menno Harms,Oliver Sinner, Stephan Schambach oder Marco Börries? Schauen Sie, wofür sich bekannte IT-Gründer und IT-Manager heute einsetzen: